In der Untermühlsiedlung kann jetzt getauscht werden

In der Untermühlsiedlung kann jetzt getauscht werden. Foto: pm

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Seit Ende April rätselten die Bewohner der Untermühlsiedlung, wofür denn eine kleine Gartenhütte in der Alten Karlsruher Straße neben dem Parkplatz der Autobahnpolizei aufgebaut wird: Vielleicht eine Corona-Teststation oder ein kleines Mauthäuschen, wurde da mit Augenzwinkern gefragt.

Dann wurde die Hütte blau mit Fenstern gestrichen und avancierte zum echten Hingucker. Immer wieder konnte man Arbeiten im Innenraum feststellen, wie dort Boden gelegt wurde und ringsum Regale eingebaut wurden. Dann war klar, dass es eine Tauschhütte geben würde, so wie in der Waldstadt auch schon eine betrieben wird. In der letzten Woche erhielten alle Bewohner der Dornwald- und Untermühlsiedlung einen kleinen Flyer, in dem zum ersten Öffnungstag der Tauschhütte am 25. Juni eingeladen wurde.

Weiterverwenden statt wegwerfen

Von nun an können die Bewohner der Siedlungen Dinge, die noch gut und schön sind, wie z.B. Geschirr, Gläser, Kleidung, Spielzeug usw. in die Regale einräumen. Was man gebrauchen kann, darf man mitnehmen. Die Sachen sollten nicht defekt oder verschmutzt sein, sondern noch benutzbar und in gutem Zustand. Lebensmittel dürfen nicht in die Tauschhütte gebracht werden. Der Grundgedanke ist, möglichst viele Dinge weiter zu benutzen anstatt sie wegzuwerfen. Die Hütte ist montags bis samstags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, bei schlechtem Wetter bleibt sie geschlossen.

Die Idee zu dieser Tauschhütte hatte Karin Walker, eine der Beisitzerinnen aus dem Vorstand der Bürgergemeinschaft. Ihr waren die Kästen auf den Bürgersteigen aufgefallen, in denen immer wieder Sachen zum Verschenken angeboten wurden. Wenn die Kisten dann länger draußen standen und es noch geregnet hatte, mussten die Sachen dann doch entsorgt werden. Das fand sie sehr schade und weil ihr der Umweltschutz und das Thema Nachhaltigkeit wichtig sind, kam ihr die Idee, einen Tauschschrank (ähnlich wie bei der Gemeinde per.Du) oder eine Tauschhütte aufzustellen.

Alle packten zusammen an

Sie brauchte bei ihren Vorstandskollegen keine große Überredungskünste, es wurde einstimmig beschlossen, diese Hütte zu finanzieren und zu betreiben. Günther Wasem, Edmund Haug und Erwin Huber bauten die Hütte an einem Samstag auf, Viktor Mathis verlegte den Boden und baute Regale auf, die anderen Vorstandsmitglieder halfen bei der Formulieren und Austragen des Flyers oder werden sich in Zukunft bei dem Schließdienst beteiligen, denn die Hütte wird nachts immer abgeschlossen sein, um Vandalismus vorzubeugen und Tiere fernzuhalten. Die Vorstandsmitglieder der Bürgergemeinschaft, die alle zum Gelingen dieses Projekts beigetragen haben, hoffen sehr, dass die Hütte rege genutzt wird und lange Teil der Siedlung bleiben kann.

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