Streetart sichtbar machen

Unterführung zwischen Untermühl- und Dornwaldsiedlung. Foto: om

Die bisher ausgewiesenen Flächen im öffentlichen Raum reichen für die große Nachfrage der Graffiti-Szene in Karlsruhe nicht aus. Seit 2021 steht die Unterführung zwischen Untermühl- und Dornwaldsiedlung zur freien Gestaltung zur Verfügung. Foto: om

CDU-Fraktion beantragt interaktive Karte und fragt nach temporären Wänden zum Sprayen.

„Mit unserer Initiative wollen wir die Streetart und Graffiti-Kunst aus ihrem Karlsruher Schattendasein holen“, eröffnet stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Rahsan Dogan. „Schließlich ist es bislang so, dass ohne Weiteres oft nicht klar ist, an welcher Stelle sich die Künstlerinnen und Künstler verewigen dürfen und wo es nicht erlaubt ist. Dieses Problem wollen wir durch eine interaktive Karte lösen. Hier sollen künftig alle Karlsruher Wände kenntlich gemacht werden, an denen sich Künstlerinnen und Künstler frei entfalten dürfen.“

Halls of Fame

„Als konsequente Weiterentwicklung geht der heutige Antrag auf unsere Initiative aus dem Jahr 2015 zurück“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Detlef Hofmann. „Damals konnten wir uns nämlich erfolgreich dafür einsetzen, im öffentlichen Raum sogenannte ‚Halls of Fame‘ für Graffiti-Kunst und Streetart auszuweisen. Erst seitdem ist es an diesen Orten überhaupt erlaubt, sich künstlerisch frei zu betätigen. Das ist jetzt mehr als sieben Jahre her. Wir freuen uns, dass das Angebot von der Kunstszene gut angenommen wird. Allerdings haben wir auf Jugendkonferenzen immer wieder auch die Rückmeldung erhalten, dass es an freien Wänden mangelt. Die meisten Flächen weisen schon Graffitis auf. Junge und unerfahrene Künstlerinnen und Künstler schrecken laut eigenen Angaben jedoch davor zurück, scheinbar perfekte Kunstwerke einfach zu übersprühen. Insofern haben wir der Stadtverwaltung zusätzlich noch einen Prüfauftrag gegeben: Können Flächen auch zur temporären Nutzung für Graffiti und Streetart freigegeben werden? Hierbei denken wir zum Beispiel an Gebäudefassaden, die sowieso saniert werden und an denen man erste Erfahrungen sammeln kann.“

„Egal ob erfahren oder unerfahrenen: Der freien Kunstszene aus Karlsruhe wollen wir durch unsere Initiative unter die Arme greifen und ihnen Flächen zur Verfügung stellen. Nicht zuletzt hat auch unsere Stadt etwas davon: Schließlich können Streetart und Graffiti den urbanen Raum ganz maßgeblich bereichern“, so Dr. Dogan abschließend.

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