„Platz da für digitales Parkraum-Management!“

Ein großer Anteil am Verkehr im Durlacher Altstadtring – wie hier in der Zunftstraße – wird durch Parkplatzsuche verursacht. Foto: cg

Ein großer Anteil am Verkehr im Durlacher Altstadtring – wie hier in der Zunftstraße – wird durch Parkplatzsuche verursacht. Foto: cg

CDU-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat mit Vorschlag zum Parksuchverkehr.

„Auf intelligente Weise wollen wir den Parksuchverkehr in Karlsruhe verringern“, erläutert Karlsruher CDU-Fraktionsvorsitzender Detlef Hofmann. „Wer kennt es nicht? Da fährt man nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause und dreht auf der Suche nach einem freien Parkplatz vergeblich die vierte oder fünfte Runde durchs Viertel. Oft wird die Parkplatzsuche zur frustrierenden Dauerschleife oder endet an der Peripherie.“

„Das muss nicht so sein“, fügt stellvertretender Fraktionsvorsitzender Dirk Müller hinzu. „Andere Großstädte in Europa sind uns schon einige Schritte voraus. Das Stichwort lautet: digitales Parkraum-Management, dessen Erprobung wir per Antrag im Gemeinderat ins Spiel gebracht haben. Digitales Parkraum-Management kann zum Beispiel dafür stehen, dass miteinander vernetzte Sensoren in den Boden eingelassen werden und genau erfassen, wann ein Parkplatz belegt oder frei wird. In Echtzeit werden die Daten per App an die Autofahrerinnen und Autofahrer weitergeleitet, die dann zielgenau zum Parkplatz ihrer Wahl navigiert werden. In Portugal zeigen erste Studienergebnisse, dass der Parksuchverkehr dort um 80 Prozent zurückgegangen ist. Die Hansestadt Hamburg prüft das System bereits seit 2019, und wir können uns sehr gut vorstellen, es in einem Teilgebiet von Karlsruhe zu erproben, wo der Parkdruck besonders hoch ist.“

„Eines ist uns ganz wichtig: wir wollen den Parksuchverkehr durch konstruktive Vorschläge verringern. Gängelungen und repressive Maßnahmen, wie vonseiten der Grünen gebetsmühlenartig vorgetragene Fahrverbote oder Zusammenstreichen von Parkplätzen, gehen an der Lebensrealität der Karlsruherinnen und Karlsruher vorbei. Sie führen nicht dazu, dass Menschen ihr Auto abschaffen, auf das sie alternativlos angewiesen sind, um beispielsweise ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Klar, zum Schutz des Klimas können wir auch beitragen, indem wir den Parksuchverkehr verringern. Aber Klimaschutz muss den Karlsruherinnen und Karlsruhern nicht wehtun, sondern kann intelligent und zukunftsweisend sein. Dieses Potential sehen wir in unserer Initiative. Die Karlsruher Parkraumbewirtschaftung ist bereit für das 21. Jahrhundert“, so Hofmann abschließend.

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