Lichterkette in Karlsruher Innenstadt setzte Zeichen

Der DRK Ortsverein Durlach beteiligte sich ebenfalls an der Lichterkette: „Eine authentische Veranstaltung, die wach rüttelt!“. Fotos: pm

Der DRK Ortsverein Durlach beteiligte sich ebenfalls an der Lichterkette: „Eine authentische Veranstaltung, die wach rüttelt!“. Fotos: pm

Auch die Durlacher Rotkreuzgemeinschaft ist dem Aufruf zur Teilnahme an der Lichterkette für Corona-Schutzmaßnahmen durch die Karlsruher Innenstadt am Samstagabend gefolgt (siehe Artikel zum Thema).

Dabei konnte das Durlacher DRK mit drei Einsatzfahrzeugen und neun Einsatzkräften, weiteren Einsatzkräften der Rettungs- und Sanitätsdienstorganisationen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Gesundheitswesen eine „stille Botschaft“ senden.

„Die Aktion war ein großer Erfolg, was man schon knapp eine Stunde vor dem offiziellen Beginn erahnen konnte, denn während sich die Kaiserstraße mit immer mehr Einsatzfahrzeugen und natürlich auch Einsatz- und Pflegekräften füllte, wurden die Besucher in der Kaiserstraße auf das rege Treiben aufmerksam“, so Bereitsschaftsleiter Frank Nordwig.

Von 17.45 bis 18.15 Uhr bildeten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Lichterkette in der Mitte der Kaiserstraße, die sich vom Europaplatz bis zum Kronenplatz erstreckte – mit dem notwendigen Sicherheitsabstand und unter Beachtung der FFP2-Maskenpflicht.

Von vielen Besuchern, die von der Aktion noch nicht gehört hatten, wurden die Teilnehmer angesprochen und konnten den Grund für die Aktion weitergeben. „Vielen Besuchern war dabei bislang nicht bekannt, wie groß die Belastungen im Gesundheitswesen, gerade auch in den Pflegeheimen, Krankenhäusern, Laboren, Reha-Kliniken, Praxen oder auch Apotheken sind.“ Ein kleiner Appell und ein deutliches Zeichen, welches zeige, so Nordwig, wie wichtig es sei, sich und andere zu schützen und selbst bei den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie aktiv zu sein, sich impfen zu lassen, Abstandsregelungen einzuhalten und Kontaktbeschränkungen ernst zu nehmen.

Auf vielen Transparenten und Bannern waren die tatsächlichen Umstände beschreibend zu lesen. Erklärungen und Aussagen, die Passanten nachdenklich machten: „Schutzanzüge helfen, brauchen aber im Notfall Zeit“, „Ihr nächster freier Mitarbeiter ist nach seiner Quarantäne verfügbar“, „2 Jahre Pandemie: Intensivbetten sind rar geworden – Personal auch“, „infiziert am 31.12.2020 auf Station – und noch immer durch LongCovid kaltgestellt in Beruf und Alltag!“.

Blaulicht und Glockengeläut

Um 18.00 Uhr leuchteten für drei Minuten die Blaulichter an allen Einsatzfahrzeugen auf – symbolisch für die Zeit, die man für das Anziehen der Schutzbekleidung benötigt. Auch viele Karlsruher Kirchengemeinden beteiligten sich mit Glockengeläut als Einladung zum Gebet für eine solidarische Gesellschaft.

Pünktlich um 18.15 Uhr war das Lichtermeer in der Karlsruher Innenstadt beendet. „An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle, welche bei dieser Aktion mit dabei sein konnten und natürlich an die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, die sich in ihrer Freizeit bei vielen Aktionen zur Pandemiebekämpfung bereits engagieren“, so Nordwig.

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