Trotz Krise: Die Bewohner im „Ländle“ sind reisefreudig

Nationalparkregion Schwarzwald. Foto: David Lohmueller

Gerade bei Kurzurlauben bleiben die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger gerne in der Heimat. Ein beliebtes Ziel im eigenen Bundesland ist die Nationalparkregion Schwarzwald. Foto: David Lohmueller

Die Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger trotzen der Krise – zumindest was die Reisefreudigkeit angeht.

Trotz der Umstände im Pandemiejahr 2020 unternahmen 57 Prozent mindestens eine Urlaubsreise von wenigstens fünf Tagen. Knapp die Hälfte begab sich in einen zwei- bis viertägigen Kurzurlaub. Zu diesem Ergebnis kommt die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) in ihrer jährlichen Reiseanalyse im Auftrag der CMT. Auch wenn die Stuttgarter Urlaubsmesse in diesem Jahr pandemiebedingt nicht stattfinden kann, präsentiert Prof. Martin Lohmann, wissenschaftlicher Berater der FUR, pünktlich zum Jahresbeginn den Rückblick auf den Tourismus im Vorjahr und die Urlaubstrends für 2022.

Weniger Urlaubsreisen durch Corona-Pandemie

Die Forscherinnen und Forscher stellen unter anderem fest: Reisen und Corona, diese Kombination verträgt sich nicht. Dementsprechend stark war das Reisejahr 2020 durch die Pandemie geprägt. In Deutschland haben die Einschränkungen des Reiseverkehrs zu deutlichen Rückgängen bei den Urlaubsreisen der Menschen geführt. Nachdem die Baden-Württemberger 2019 noch rund neun Millionen Urlaubsreisen mit einer Dauer von mindestens fünf Tagen unternommen haben, sank die Zahl für 2020 um rund ein Drittel auf etwas mehr als sechs Millionen. Insgesamt gaben sie dafür rund 4,9 Milliarden Euro aus, das ist nur knapp die Hälfte der 9,6 Milliarden aus dem Vorjahr. Im Schnitt reisten die Baden-Württemberger mit 10,7 Tagen rund einen Tag kürzer und gaben mit 803 Euro folgerichtig etwa 90 Euro weniger pro Urlaub aus als der Bundesdurchschnitt.

Vielseitige Reiseziele: „Klassiker“ im Ausland oder in der Heimat

Beliebt war bei den Baden-Württembergern die Mittelmeerregion. 60 Prozent der Urlaubsreisen verbrachten sie generell im Ausland, davon etwa die Hälfte in Mittelmeerzielen wie Kroatien, Frankreich, Italien oder Spanien. Aber auch die süddeutsche Heimat wurde gerne angesteuert, jede zehnte Reise ging nach Bayern, rund sieben Prozent aller Reisen wurden innerhalb von Baden-Württemberg verbracht. Knapp die Hälfte der Übernachtungen fand in Hotels oder Gasthöfen statt, rund ein Fünftel in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus. Die Ziele erreichten die Baden-Württemberger zu zwei Dritteln mit dem eigenen Fahrzeug oder dem Wohnmobil, 30 Prozent verreisten mit dem Flugzeug. Für Kurzurlaube blieben die Baden-Württemberger überwiegend in der Region, Bayern und das eigene Bundesland standen hier hoch im Kurs. Überdurchschnittlich beliebt waren Natururlaube, Städtereisen und Kultururlaube sowie Entspannungs- und Familienreisen. Bei Kurztrips werden die Südwestdeutschen aktiver, fast jeder fünfte Kurzurlaub wird zum Beispiel zum Wandern, Radfahren oder Skifahren genutzt.

Trotz Corona: Reiselust bleibt auf hohem Niveau

Obwohl Reisen in Zeiten der Pandemie schwieriger geworden ist: die Baden-Württemberger können und wollen in den Urlaub fahren. Finanziell und zeitlich ist für einen Großteil der Befragten eine Urlaubsreise möglich. Die Urlaubslust ist zwar leicht gesunken, etwas mehr als die Hälfte der Baden-Württemberger möchte aber nach wie vor gerne verreisen. Ein Viertel ist sich noch unsicher, nur ein weiteres Viertel hat keine Lust auf einen Urlaub. Die Reiseabsicht ist somit nach wie vor vorhanden, lediglich die Präferenzen haben sich verschoben: Für die zweite Jahreshälfte 2021 hatten 58 Prozent einen innerdeutschen Urlaub geplant, das ist deutlich mehr als noch vor einem Jahr.

Weitere Informationen

Seit Anfang 2021 gehört Karlsruhe zum Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Auch die Gemarkung Durlach ist Teil der Gebietserweiterung (Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich, Wettersbach, Wolfartsweier). Weitere Infos dazu siehe „Artikel zum Thema“.

KTG Karlsruhe Tourismus GmbH

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