Drei Jahrhunderte Karlsruher Stadtbaugeschichte

Die neue Publikation des Stadtarchivs bietet auf 424 Seiten erstmals eine Gesamtschau der Karlsruher Stadtbaugeschichte. Foto: Stadtarchiv

Die neue Publikation des Stadtarchivs bietet auf 424 Seiten erstmals eine Gesamtschau der Karlsruher Stadtbaugeschichte. Foto: Stadtarchiv

Das Stadtarchiv hat kurz vor Weihnachten die neue Monografie zur Karlsruher Stadtbaugeschichte von Harald Ringler veröffentlicht.

Auf 424 Seiten beschreibt der ehemalige Leiter des Stadtplanungsamtes die Stadterweiterungen, die Anlage neuer Siedlungen und Stadtteile, die Verdichtungen im Inneren sowie die Entwicklung der Infrastruktur. Daneben werden charakteristische Gebäude der einzelnen Zeitabschnitte, aber auch Persönlichkeiten aus dem Gebiet der Architektur und Stadtplanung, die das Stadtbild prägten, vorgestellt. Rund 300 Abbildungen illustrieren den Wandel Karlsruhes von der Fürstenresidenz zur modernen Großstadt.

Erste Gesamtschau der Stadtbaugeschichte

Mit der auch direkt beim Stadtarchiv erhältlichen „Stadtbaugeschichte Karlsruhe 1715 - 2000“ liegt nun erstmals eine Gesamtschau der Karlsruher Stadtentwicklung von der Gründung im Jahr 1715 bis zur Jahrtausendwende vor. Schon der Beginn war außergewöhnlich: Mit dem Schlossturm als Zentrum wurde das Umland durch 32 Alleen in alle Himmelsrichtungen erschlossen. Zwischen den neun südlichen „Strahlen“ entwickelte sich die ursprüngliche Stadt des 18. Jahrhunderts als „Fächerstadt“. Seitdem hat Karlsruhe insbesondere seit Beginn des 19. Jahrhunderts eine gewaltige bauliche Entwicklung erlebt. Im Stadtzentrum entstand mit der „Via Triumphalis“ vom Schlossplatz zum Ettlinger Tor eine zentrale Stadtachse. Umfangreiche Eingemeindungen seit Ende des 19. Jahrhunderts, schließlich die Anlage neuer Siedlungen und ganzer Stadtteile im 20. Jahrhundert gaben der Stadt ihr heutiges Bild.

Das Buch beschäftigt sich mit diesen Expansionen der Stadt nach außen und mit Verdichtungen im Inneren sowie mit der Entwicklung der Infrastruktur. Daneben werden charakteristische Gebäude der einzelnen Zeitabschnitte, aber auch Persönlichkeiten aus dem Gebiet der Architektur und Stadtplanung, die das Stadtbild prägten, vorgestellt.

Profunder Kenner der Fächerstadt

Der Autor Dr.-Ing. Harald Ringler (Jahrgang 1948) hatte nach dem Studium der Architektur, Raumplanung und Raumordnung an der TU Wien zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Österreichischen Institut für Raumplanung in Wien gearbeitet. An der Universität Stuttgart promoviert, wechselte Ringler als Stadtplaner ins Stadtplanungsamt Karlsruhe, welches er von 2004 bis zu seiner Pensionierung 2013 leitete. Zudem war er von 1989 bis 1994 Geschäftsführer des Zentrums für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe (ZKM) sowie Lehrbeauftragter am KIT. Aus seiner Feder entstammen zahlreiche Publikationen zur Stadtplanung sowie zur Stadtbaugeschichte von Karlsruhe.

Weitere Informationen

Harald Ringler: Stadtbaugeschichte Karlsruhe 1715–2000, Ubstadt-Weiher u.a. 2021 (Veröffentlichungen des Karlsruher Stadtarchivs Band 36). 424 Seiten, ca. 300 Abbildungen, fester Einband.

Verlag Regionalkultur, Preis 29,80 Euro

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