Besser vom Zündhütle nach Langensteinbach und wieder zurück

Besser vom Zündhütle nach Langensteinbach und wieder zurück. Foto: pm

Besser vom Zündhütle nach Langensteinbach und wieder zurück. Foto: pm

Der KVV hat sein ÖPNV-Angebot im Bezirk Albtal/Pfinztal ausgebaut und bietet neue Verbindungen an, die auch den Bürgerinnen und Bürgern im Osten von Karlsruhe zugutekommen.

Zukünftig können mehr Berufspendler ihr Auto zuhause stehen lassen, da drei Buslinien in diesem Bezirk erweitert wurden. Ein leistungsfähiger ÖPNV und eine gute Vernetzung der Landkreisgemeinden mit der Stadt Karlsruhe sind ein wichtiger Standortfaktor für die Gemeinden in der Region Albtal und Pfinztal sowie den Karlsruher Bergdörfern und Durlach. Zudem zeichnen sich die Regionen um Durlach, den Karlsruher Höhenstadtteile und Karlsbad, Waldbronn, Pfinztal mit ihren vielen mittelständischen Unternehmen als ein starker Wirtschaftsstandort aus. Die neuen Buslinien bieten nun vielen Berufspendlern in der Region eine gute Anbindung zu ihren Arbeitsplätzen.

Buslinie 158

Von Langensteinbach über Palmbach nach Durlach-Zündhütle und zurück

Mit der Umbenennung der Buslinie 118 zur Linie 158 wurde diese zur vollwertigen Pendlerline ausgebaut. Die Streckenführung ab Langensteinbach verläuft über Mutschelbach, Stupferich, Palmbach, Grünwettersbach nach Durlach-Zündhütle. Dort gibt es Umsteigemöglichkeiten von und zur Straßenbahnlinie 2 und zu zahlreichen Karlsruher Buslinien. Viele Ziele in der Stadt Karlsruhe sind auf diesem Wege aus dem Landkreis schneller zu erreichen.

Erfreuliche Nachrichten gibt es für Fahrgäste, die zum SRH-Klinikum wollen. Vier Jahre nach der Einführung fährt die Linie jetzt ganztags das Karlsbader Klinikum, mit seinen über 1.100 Beschäftigten und 422 Betten, an. Die erste Fahrt beginnt morgens um 4:45 Uhr, die letzte Fahrt endet um circa 20 Uhr. Zusätzlich verkehren an Schultagen Busse zum Karlsbader Schulzentrum.

Besonders Mitarbeiter und Besucher des Klinikums die in den östlichen Karlsruher Stadtteilen wohnen, profitieren von dieser Anbindung. Seit der Insolvenz der Durlacher Paracelsus-Klinik wird das Langensteinbacher Klinikum verstärkt von Patienten aus den östlichen Karlsruher Stadtteilen genutzt, deren Besucher jetzt ganztags mit dem Bus das Klinikum erreichen können.

Zum Einkaufen ist das Karlsbader-Schießhütten-Center (KSC) aus den Karlsruher Höhenstadtteilen direkt erreichbar.

Stündlich von Mutschelbach über Stupferich nach Karlsruhe

Freuen können sich vor allem Fahrgäste aus Mutschelbach, diese haben bei Umstieg am Umsteigeknoten Durlach - Zündhütle in die TRAM 2 oder den Bus 44 und 47 zusätzliche schnelle ÖPNV-Verbindungen zum Karlsruher Marktplatz und zum Hauptbahnhof. Da der Bus 47 ab dem Hauptbahnhof als Linie 55 weiterfährt, kann man, ohne nochmals umzusteigen auch zum ZKM oder zum St. Vincentius Klinikum in der Südendstraße und der Steinhäuserstraße fahren. Außerdem kommt man mit der Linie 158 bei Umstieg in Stupferich in den Bus 23, aus ganz Karlsbad schnell nach Durlach und in die Karlsruher Innenstadt. Selbst Fahrgäste aus Auerbach, Ittersbach oder Spielberg kommen so schneller nach Durlach.

In der Gegenrichtung profitieren besonders die Mitarbeiter der Firma PI Physik Instrumente und der weiteren Firmen im neuen Palmbacher Gewerbegebiet Winterrot von der neuen Verbindung vom Landkreis in den Stadtkreis Karlsruhe. Da sich in Palmbach zurzeit weitere Unternehmen aus Karlsbad ansiedeln, wird hier zukünftig weiterer Bedarf für Berufspendler entstehen.

Mit der neuen Buslinie 158 können Karlsbader Fahrgäste Geld sparen

Bei der Fahrt von Karlsbad über Stupferich / Palmbach nach Karlsruhe (oder zurück) werden nur drei Waben durchfahren. (Doppelwabe 100 Karlsruhe und Wabe 259 Karlsbad). Daher können Karlsbader Fahrgäste wesentlich preisgünstiger mit der Buslinie 158 nach Karlsruhe fahren als bei der Fahrt über Ettlingen. Für Einzelfahren (Hin- und Rückfahrt) ist eine City-Tageskarte zu empfehlen. Diese ist für drei Waben gültig und kostet für eine Person 5,60 € und für zwei Personen 8,40 €. Mit dieser Citykarte kann man den ganzen Tag in Karlsruhe und Karlsbad fahren. Zusätzlich dürfen alle eigenen Kinder oder Enkel kostenlos mitfahren.

Neue Buslinien bringen in der Region Vorteile für Berufspendler und für Freizeitaktivitäten

Im Rahmen der Verkehrswende hofft man, dass durch den Ausbau des ÖPNV vermehrt Autofahrer ihr Fahrzeug stehen lassen können. Zum 12. Dezember 2021 wurden auch die Buslinie 152 von Langensteinbach kommend über Kleinsteinbach bis nach Berghausen verlängert. Außerdem wurde die Linie 159 von Berghausen über Jöhlingen nach Weinarten neu eingeführt. Durch die neuen Buslinien können jetzt Berufspendler aus den östlichen Karlsruher Stadtteilen und aus Pfinztal auch den ÖPNV nach Ittersbach nutzen. Das Industriegebiet Ittersbach, mit fast 3.000 Arbeitnehmern, ist mit Umstieg am Bahnhof Langensteinbach in die S 11 oder S12, ganztags gut erreichbar.

Durch die wesentlich besseren ÖPNV-Anbindungen haben es auch Jugendliche deutlich leichter, mit dem Bus zwischen Karlsbad und den Karlsruher Höhenstadtteilen zu fahren, um dort Freunde für gemeinsame Freizeitaktivitäten zu treffen. Die Buslinien bringen auch eine wesentlich bessere Erreichbarkeit für die Langensteinbacher Freizeiteinrichtungen mit sich. So ist beispielsweise das Langensteinbacher Freibad aus den Karlsruher Höhenstadtteilen und aus ganz Pfinztal direkt erreichbar.

In den nächsten Jahren sind weitere Verbesserungen beim ÖPNV zu erwarten. Der Bund und das Land Baden-Württemberg streben eine Verdoppelung der Fahrgastzahlen bis 2030 (Bezugsjahr 2010) und einen massiven Ausbau des ÖPNV an. Hierzu soll die neue Mobilitätsgarantie (Nahverkehrs-Garantie) ein neuer Mindeststandard für den ÖPNV in Baden-Württemberg werden. Verbesserte und schnelle Verbindungen mit möglichst wenigen Umstiegen animieren die Bürger am ehesten, Bus und Bahn zu benutzen und ihr Auto stehen zu lassen.

Außerdem soll ab Sommer/Herbst 2022 ein 365-Euro-Jugend-Ticket einführt werden. Für einen Euro am Tag können dann Jugendliche, Schüler, Azubis und Studenten alle Busse und Bahnen in ganz Baden-Württemberg nutzen.

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