Ticket für alle, Stempelkarte erhalten – KAL startet Petition an den KVV

Kein Stempeln mehr in Bussen und Bahnen des KVV. Foto: jow

Kein Stempeln mehr in Bussen und Bahnen des KVV. Foto: jow

Die Petition setzt sich für einen niederschwelligen Zugang zum ÖPNV im Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) ein.

Die Karlsruher Liste (KAL) freut sich über den erfolgreichen Start ihrer Petition an den KVV. „In den ersten drei Tagen haben schon fast 1.750 Menschen unterschrieben!“ ist KAL-Stadtrat Lüppo Cramer überrascht. Mit der Petition setzt sich die KAL für eine Fahrkarte für alle und den vorläufigen Erhalt der Stempeltickets ein.

„Die vielen Rückmeldungen aus der Bevölkerung zu unserer Position, einen niederschwelligen Zugang zum ÖPNV weiter anzubieten, haben die Idee einer Petition an den KVV entstehen lassen“, erklärt Cramer."

„Der ÖPNV ist für uns ganz klar Teil der Daseinsfürsorge", verdeutlicht Sonja Döring, die für die KAL lange Jahre Mitglied im Aufsichtsrat des KVV war. Döring weiter: „Das Angebot des KVV ist für die Menschen in Karlsruhe da. Diesen ist der KVV in erster Linie verpflichtet!“ Wirtschaftliche Interessen hätten hinter politischen Zielen zurückzustehen. Dazu gehöre auch, den ÖPNV allen Menschen auf einfachem Weg zugänglich zu machen. Die Angebotserweiterung auf eine App sehe man in der KAL grundsätzlich positiv, auch müsse man eine zeitgemäße Tarifstruktur bieten. Zugang und Abrechnung im System dürften jedoch nicht an derart hohe Hürden wie den Besitz eines Smartphones geknüpft sein.

Keine Nutzergruppen ausgrenzen

Mit der Petition wolle die KAL zeigen, dass sich viele Menschen aus Karlsruhe aus ganz unterschiedlichen Gründen durch die geplanten Änderungen im Ticketvertrieb vom Zugang zum ÖPNV ausgeschlossen fühlen. Ein weiterer Teil der Fahrgäste bemängle vor allem die wegfallende Unabhängigkeit. Das sei kein Kommunikationsdefizit des KVV, sondern eine Angebotsverschlechterung, die ganze Nutzergruppen ausgrenze. „Flexibilität und Einfachheit müssen das Ticket- und Tarifsystem des KVV auszeichnen – genau das fordern wir“, fasst KAL-Stadtrat Michael Haug die Position der KAL zusammen.

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