Freundeskreis Karlsruhe – Temeswar: Bürgerreise ermöglichte persönliche Begegnungen

Besuch der Karlsruher Delegation in Temeswar. Fotos: pm

Besuch der Karlsruher Delegation in Temeswar. Fotos: pm

Die Städtepartnerschaft zwischen Karlsruhe und Temeswar, die vor 30 Jahren als Städtefreundschaft begann, bot für den Freundeskreis Karlsruhe – Temeswar Anlass, erneut eine Bürgerreise in die Hauptstadt des Banats zu organisieren.

„Neben dem wirtschaftlichen und kulturellen Austausch der beiden Partnerstädte sind persönliche Begegnungen der Menschen ein wichtiger Schwerpunkt der Vereinsarbeit“, betont die Vorsitzende Alexandra Ries.

Den Teilnehmern der einwöchigen Bürgerreise wurde ein abwechslungsreiches Programm durch die ortsansässige Reiseleitung geboten. Besonderer Höhepunkt waren unter anderem die Besuche von Vorstellungen im Nationaltheater bzw. Opernhaus sowie des deutschen Nationaltheaters sowie die exklusive Führung durch Domkapellmeister Prof. Dr. Walter Kindl im für die Öffentlichkeit zur Zeit geschlossenen und sich noch in Renovierung befindlichen Dom von Temeswar.

Insgesamt bot der Besuch viele Berührungspunkte mit der drittgrößten rumänischen Stadt, etwa beim deutsch-sprachigen Nikolaus-Lenau-Lyzeum, in dem derzeit 1.500 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden. Zu den früheren Schülern zählten auch die späteren Nobelpreisträger Herta Müller (Literatur) und Prof. Dr. Stefan Hell (Chemie). Zu dem Gymnasium unterhält der Freundeskreis eine langjährige Verbindung. Zwischen der Schulleiterin Elena Wolf und der Freundeskreisvorsitzenden Ries wurde am Rande des Besuchs auch eine Wiederaufnahme des Transports von in Karlsruhe nicht mehr benötigten Schulbüchern vereinbart (siehe Artikel zum Thema).

Karlsruher Delegation vor Ort

In die Zeit der Bürgerreise fiel auch der offizielle Jubiläumsbesuch der städtischen Delegation mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Die Vertreterinnen und Vertreter der Parteien, vom Freundeskreis Karlsruhe-Temeswar, Kulturamt, Stadtbibliothek, Stadtjugendausschuss, Jugendorchester und der Landsmannschaft der Banater Schwaben führten dabei zahlreiche Fachgespräche und tauschten sich mit der Verwaltung aus. Was 1992 als Städtefreundschaft begann, wurde 1997 in eine offizielle Städtepartnerschaft umgewandelt – und werde gelebt, so der Oberbürgermeister, und verwies auf die vielen bestehenden Kontakte, die diese Partnerschaft auch zu einer Freundschaft machten.

Verständnis über Grenzen hinweg

Eine lebendige Städtepartnerschaft trage dazu bei, das Verständnis über Grenzen hinweg zu schaffen, so Regina Lochner, deutsche Konsulin in Temeswar: Da sei dieses Jubiläum ein schönes Signal. Eine solche Partnerschaft entwickle sich im Laufe der Jahre auch weiter, betonte Temeswars Oberbürgermeister Dominic Fritz, der übrigens in Baden-Württemberg geboren ist: Solche Partnerschaften funktionieren, wenn sie mit Leben gefüllt seien, das mache Lust auf weitere Jahre. Da waren sich die Stadtoberhäupter einig – und besiegelten dies beim Festakt mit einer gemeinsamen Erklärung: Die Partnerschaft soll fortgesetzt, vertieft und weiter ausgebaut werden.

Europäische Kulturhauptstadt 2023

Ein Schwerpunkt wird das Programm der Europäischen Kulturhauptstadt, deren Gastgeber Temeswar im kommenden Jahr sein wird, bieten. Für Ries und den Freundeskreis der ideale Zeitpunkt, die Neuauflage der nächsten Bürgerreise zu organisieren. Karlsruhe als Partnerstadt bringe sich hierbei natürlich gerne und vielfältig ein, bekräftigte Mentrup im Projektzentrum. Gerade der multizentrale und agile Ansatz der drittgrößten Stadt Rumäniens mit ihren rund 14.000 historischen Gebäuden kam bei der Karlsruher Delegation bestens an. Das biete genügend Möglichkeiten, sich einzubringen.

Auf der Agenda der Gespräche standen neben dem politischen Austausch auch Fachgespräche zwischen den jeweiligen Ämtern, die einige Projekte zwischen den Städten weiter konkretisiert haben. Des Weiteren gab es Begegnungen mit dem Deutschen Forum, eine Locationsuche für ein Projekt des Künstlers Jonas Denzel im Rahmen der UNESCO City of Media Arts Karlsruhe für die Kulturhauptstadt Europas sowie zahlreiche kulturelle Austausche.

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