Turnerschaft präsentiert Plan B: Statt „Turmberglauf“ soll Spendenlauf stattfinden

Der beliebte Turmberglauf (siehe Foto) muss auch 2021 ausfallen. Stattdessen findet am 2. Oktober ein Spendenlauf rund ums Vereinsgelände der Turnerschaft Durlach statt. Foto: cg

Der beliebte Turmberglauf (siehe Foto) muss auch 2021 ausfallen. Stattdessen findet am 2. Oktober ein Spendenlauf rund ums Vereinsgelände der Turnerschaft Durlach statt. Foto: cg

Der Durlacher Turmberglauf in seiner traditionellen Form fällt am Samstag, 2. Oktober 2021, bekanntlich aus. Die Turnerschaft hat aber einen Plan B ausgetüftelt: Geplant ist ein Spendenlauf am gleichen Tag. Start und Ziel ist das Vereinsgelände Untere Hub. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits auf Hochtouren, wie ein Blick hinter die Kulissen zeigt.

Seit Ende Juli steht fest, dass die 28. Ausgabe des Turmberglaufs in diesem Jahr nicht stattfindet. Corona hatte den Verantwortlichen der Turnerschaft Durlach einen Strich durch die Rechnung gemacht (siehe Artikel zum Thema). Zu groß waren die Fragezeichen: Was ist, wenn die Infektionszahlen in die Höhe schießen und neue Verordnungen erlassen werden? Kann die Turnerschaft den Teilnehmenden dann auch die Sicherheit bieten, die es braucht, um einen Lauf mit knapp 1.000 Läufern umzusetzen? Die Antwort eindeutig: nein.

Doch die Enttäuschung darüber, erneut nicht mit den Durlachern ausgiebig den Traditionslauf feiern zu können, währte nur kurz. Stattdessen beschäftigten sich die Verantwortlichen direkt mit einem Ersatzlauf. Variabler, entzerrter und vor allem unabhängig der Infektionslage sollte der Lauf sein.

Zwei Strecken stehen zur Wahl

Und genau das ist er jetzt auch. Die Turnerschaft veranstaltet am 2. Oktober 2021 einen Spendenlauf ohne Zeitmessung und Rangliste. „Gelaufen wird ausschließlich für den guten Zweck und das eigene Wohlbefinden“, erklärt der Vorsitzende Mathias Tröndle. Ausschlaggebend für diese gewählte Variante sei die Tatsache einer überschaubaren Verkehrsführung gewesen. Auf der sogenannten „Bosch-Runde“, circa 6,1 Kilometer entlang der Pfinz und durch das Elfmorgenbruch gibt es höchstens einen unübersichtlichen Punkt. „Dort setzen wir dann eben einen Streckenposten hin“, sagt Tröndle. Damit die Läufer fälschlicherweise zwischen Markierungen und Hütchen nicht doch auf die Straße ausweichen. Neben der Erwachsenenrunde haben die Verantwortlichen sogar eine Kinderrunde festgelegt. Mit knapp zwei Kilometern bietet sie auch für Familien mit Kindern eine willkommene sportliche Abwechslung.

„Wir sehen diese Veranstaltung als Zeichen an die Durlacher: Seht her, Sport ist bei der Turnerschaft auch in diesen Zeiten möglich“, beschreibt TSD-Geschäftsführer Seweryn Sadowski die Idee hinter dem Spendenlauf. Das erlaufene Geld geht an die Durlacher Einrichtung „Durlacher Selbst e.V.“. Der Verein wurde im Jahr 2013 gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, notleidenden Menschen im Einzugsbereich Durlach, Aue und den Bergdörfern schnell und unbürokratisch zu helfen. Der Vorstand und die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins engagieren sich ehrenamtlich und tragen Sorge dafür, dass die Spendengelder genau dort ankommen, wo sie so dringend benötigt werden.

Zusammen Sporttreiben im Fokus

Für den stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Rößler ist der geplante Lauf eine tolle Sache: „Eine wunderbare Symbiose, die dieser Spendenlauf darstellt. Zu Zeiten von Corona wird die Gesundheit an der frischen Luft gefördert und damit auch noch Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, geholfen. Somit kann wieder einigen Hilfsbedürftigen ein Lächeln auf´s Gesicht ‚gezaubert‘ werden, was gerade in der aktuellen Zeit wichtiger denn je ist.“

Wie viele Teilnehmer an den Start gehen werden, lasse sich laut TSD-Geschäftsführer Sadowski noch nicht konkret sagen. Das sei dem Verein aber auch gar nicht so wichtig. Vielmehr gehe es darum, gemeinsam Sport für einen guten Zweck zu treiben. Wenn dabei dann ein paar Euro zusammenkommen, sei das Ziel bereits mehr als übertroffen, kündigt Sadowski an. Dennoch hoffe der Verein auf eine rege Beteiligung der Durlacher und Karlsruher Bevölkerung. Auch bei den Kindern und Jugendlichen.

Jeder Läufer sammelt für eine gelaufene Runde einen Euro. Bei den Erwachsenen zählen jedoch nur die 6,1 Kilometer langen Runden dazu. Einzige Ausnahme: Erwachsene können auch auf der Kinderstrecke Runden sammeln, sofern sie in Begleitung ihres Kindes oder verwandten Familienmitglieds aktiv mitlaufen. Kinder ab sechs Jahre können auf beiden Strecken Runden sammeln. Konkrete Informationen zum Lauf selbst (Anmeldung, Streckenverlauf und Programm) werden in den nächsten Wochen verkündet. „Doch das Wichtigste ist schon geklärt“, so Tröndle. Am 2. Oktober wird bei der Turnerschaft gelaufen – eben nur etwas anders als sonst.

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