Karlsruhe will nachhaltigstes Städtereiseziel Deutschlands werden

Beim 13. Karlsruher Tourismustag drehte sich alles um das Thema „Nachhaltigkeit“. Foto: pm

Beim 13. Karlsruher Tourismustag drehte sich alles um das Thema „Nachhaltigkeit“. Foto: pm

13. Karlsruher Tourismustag bot Bühne für internationale und nationale Tourismusmacherinnen und -macher.

Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz eröffnete den ersten hybriden Tourismustag der KTG am 28. Oktober 2021 unter dem Motto „Karlsruhe auf dem Weg zum nachhaltigen Reiseziel“: „Es erfüllt mich immer noch mit Stolz und Freude, dass wir in Helsinki in der Kategorie ‚Cultural Heritage & Creativity‘ bei den Smart Cities gewonnen haben. Heute greifen wir zusammen mit unseren europäischen Freunden das Thema Nachhaltigkeit als eine der wichtigsten, wenn nicht der wichtigsten Aufgaben des Tourismus auf.“ Ein Fazit, dem sich die Gäste ausnahmslos anschlossen, ganz gleich aus welchen Bereichen sie kamen, sei es Tourismusdestination, Hotel, Restaurant, Museum, Freizeiteinrichtung, Einzelhandel oder Dienstleistung.

Erstmals kooperiert die KTG mit dem TRIANGEL Open Space und lud die regionalen Partner zum Austausch in die Location am Kronenplatz ein. Gleichzeitig wurde der Tourismustag digital europaweit übertragen.

How about ….  European Capital of Smart Tourism?

Als besonderes Highlight brachten die Gewinnerstädte des Wettbewerbs „EUROPEAN CAPITAL OF SMART TOURISM 2020“ Breda, Ljubljana, Málaga und Göteborg ihre Impulse und Best Practices zum Thema Nachhaltigkeit in den Tourismustag ein. Karén Weber, Leitung touristisches Marketing und Nachhaltigkeits-Beauftragte der KTG freute sich: „Nachdem wir im Oktober 2019 in Helsinki den ersten Preis in der Kategorie ‚Cultural Heritage & Creativity‘ bei den Smart Cities entgegennehmen konnten, sind wir Teil dieses starken europäischen Netzwerks. Heute haben wir wieder erfahren, wie weit uns dieser Austausch voranbringen kann.“

Auch Misa Labarile, Policy Officer der Europäischen Kommission unterstrich, dass der Tourismus wieder zurück auf der europäischen Agenda ist und das Netzwerk wichtige Impulse zur Entwicklung liefert.

Denn Nachhaltigkeit, so die einhellige Botschaft der Smart Cities, lässt sich nur erreichen, wenn ökologische, ökonomische und soziale Interessen in Einklang gebracht werden. Viele spannende Projekte wurden vorgestellt, zum Beispiel „Breda – City in a Park“, mit der sich die niederländische Stadt als größte städtische Destination in einem Nationalpark positionieren will. Ganz selbstbewusst präsentierte sich die slowenische Hauptstadt Ljubljana, die mit Aktionen wie „barrierefreier ÖPNV für jedermann“ zur kreativsten städtischen Destination mit nachhaltigem Lifestyle in der Welt werden möchte.

Wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenspielen können, zeigt die neue App „Málaga Funciona“, mit der sich Gäste nicht nur tagesaktuell über die Stadt, sondern auch über Mülltrennung, Wasserqualität oder die Belegung der Strände informieren können. Mit einer Nachhaltigkeitsrate von 95 Prozent in den Hotels und 97 Prozent erneuerbarer Energien im ÖPNV hat sich dagegen Göteborg zu Recht die Auszeichnung von „Lonely Planet“ als nachhaltigsten Städtedestination der Welt bereits verdient.

Verständnis für Nachhaltigkeit im Tourismus bei Partnern wecken

Viel Input und Inspiration gab es anschließend unter der Wissensdusche „Vom Leitbild bis zum Zertifikat mit Faktencheck.“ Moderator Dr. Peter Zimmer, der als Berater für TourCert das Siegel für Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung im Tourismus verleiht, hob die Bedeutung der Tourismus-Akteure hervor: „Eine Destination ist nur so nachhaltig wie ihre touristischen Partner, denn erst die Leistungsträger machen Nachhaltigkeit für die Gäste erlebbar.“

So überzeugt beispielsweise das Hotel Holiday Inn Express in Karlsruhe mit begrüntem Dach, Barrierefreiheit im ganzen Gebäude und einem reduzierten CO2-Fußabdruck pro Person. Das Restaurant erasmus setzt dagegen den Nachhaltigkeitsgedanken konsequent mit regionalen und bio-zertifizierten Lebensmitteln um. Und der Zoo Karlsruhe kümmert sich mit seiner Artenschutzstiftung um Schutz und Wiederherstellung von Lebensräumen und der Umweltbildung.

Mit der Zertifizierung endet die Nachhaltigkeit jedoch keinesfalls, ergab die Diskussionsrunde, vielmehr sei eine kontinuierliche Prozessorientierung notwendig. Nadine Schubert, Nachhaltigkeits-Beauftragte der Deutschen Weinstraße führte aus: „Seit 2020 ist die Deutsche Weinstraße als Nachhaltiges Reiseziel zertifiziert, um die Begeisterung im Team und bei den Partnern weiter am Leben zu halten, wurde eine feste Stelle damit verbunden.“

Karlsruhe auf dem Weg zum nachhaltigen Reiseziel

Bereits vor dem Tourismustag hatte die KTG das TourCert-Zertifizierungsverfahren angestoßen und das neue Unternehmensleitbild und erste Maßnahmen skizziert. Jana Kolodzie, Abteilungsleiterin Regionale Kooperationen und Nachhaltigkeits-Beauftragte der KTG zog ein positives Fazit: „Die ersten Schritte auf dem Weg zum nachhaltigen Reiseziel sind gemacht. Aber es liegt noch eine spannende Reise vor uns. Dank der wunderbaren Kooperationen aus aller Welt, die uns ein Feuerwerk an Inspirationen beschert haben, machen wir als Team hochmotiviert weiter.“

Die KTG Karlsruhe Tourismus GmbH wird ihr neues Unternehmensleitbild bis Ende des Jahres fertigstellen und ab dem kommenden Jahr mit Leben füllen. Eine der Visionen steht jedoch schon eindeutig fest: Mit Unterstützung der Partner aus Europa und aus der Region will Karlsruhe nachhaltigstes Städtereiseziel Deutschlands werden.

Weitere Informationen

Ein Zusammenschnitt der Übertragung des 13. Karlsruher Tourismustages sowie viele weitere Informationen zu den Partnerveranstaltungen der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH sind online (siehe Links).

KTG Karlsruhe Tourismus GmbH

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