Blütenmeer statt Schottergarten: Stadt fördert Vielfalt in Vorgärten

Die bunte Blütenpracht im Vorgarten erfreut nicht nur das menschliche Auge, sondern lässt auch Insektenherzen höherschlagen. Foto: Stadt Karlsruhe

Die bunte Blütenpracht im Vorgarten erfreut nicht nur das menschliche Auge, sondern lässt auch Insektenherzen höherschlagen. Foto: Stadt Karlsruhe

Fördermittel für Kurzentschlossene noch bis zum Jahresende beantragen.

Solange die Temperaturen nicht dauerhaft unter den Gefrierpunkt fallen, nutzen viele Gärtnerinnen und Gärtner die Chance um noch das eine oder andere Projekt im Garten umzusetzen. Wer beispielsweise mit dem Gedanken spielt, sich dieses Jahr noch von seinem wenig attraktiven Schottergarten zu trennen und diesen stattdessen für die nächste Gartensaison in eine blühende, vielfältig gestaltete Grünfläche umzuwandeln, der kann für dieses Projekt ab sofort einen städtischen Zuschuss beim Gartenbauamt beantragen.

Werden die bisher mit Schotter und gegebenenfalls mit Folie oder Vlies abgedeckten Flächen bis Ende des Jahres abgeräumt, der anstehende Boden gelockert, bei Bedarf verbessert und anschließend vollflächig mit dauerhaften, insektenfreundlichen Stauden und Sträuchern bepflanzt, dann unterstützt die Stadt diese Maßnahme mit 40 Euro je Quadratmeter bis zu einer Maximalsumme von 5.000 Euro pro Liegenschaft.

Ökologischen Wert des eigenen Vorgartens erhöhen

Damit möchte Karlsruhe seine Bürgerinnen und Bürger dazu motivieren, die insektenfeindlichen „Schottergärten“ rückzubauen. Die vermeintlich pflegeleichten Schotterflächen haben bekanntlich viele Nachteile. Zum einen kann der Regen im Erdreich nicht versickern, wenn entsprechende Folien oder Vliese unter dem Schotter eingebaut sind, wodurch das oftmals so dringlich benötigte Wasser in der Kanalisation verschwindet. Zum anderen bieten diese Flächen weder Nahrung noch Lebensraum für die zunehmend bedrohte Insektenwelt wie auch für Kleinlebewesen und andere bekannte tierische Gartenbewohner.

Auch für den Menschen sind die Steinflächen von Nachteil. Gerade in den immer wärmer werdenden Sommermonaten heizen sich diese Flächen stark auf und geben ihre Wärme in den Nachtstunden ab, sodass die ersehnte Kühlung ausbleibt und Schlaf- sowie Biorhythmus gestört werden. Zudem zeigen Forschungen der vergangenen Jahre, dass begrünte Flächen einen positiven Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden und damit die seelische Gesundheit haben, Stress vermindern können und nicht zuletzt das Stadtbild verschönern.

Neues Faltblatt gibt Rat und leitet an

Anregungen und Tipps für die Umgestaltung des eigenen Vorgartens gibt ein neues Faltblatt des Gartenbauamtes. Darin wird erklärt, wie ein Beet angelegt und gepflegt werden kann. Pflanzlisten mit Vorschlägen für verschieden sonnige Standorte helfen bei der richtigen Pflanzenauswahl, sodass dauerhafte und insektenfreundliche Pflanzungen gelingen, die auch später für Jeden pflegbar bleiben.

Weitere Informationen

Die genauen Förderbedingungen und ein Formular zur Beantragung des städtischen Zuschusses sowie das Faltblatt mit Anregungen für die Bepflanzung finden Interessierte auf der städtische Internetseite (siehe Links).

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