Historische Museen haben unter neuem Führungsteam wieder geöffnet

Die Sonderausstellung „Durlacher Augenblicke. Fotografien von Günter Heiberger aus den 1980er und 1990er Jahren“ im Pfinzgaumseum wurde verlängert und kann wieder besichtigt werden. Foto: cg

Die Sonderausstellung „Durlacher Augenblicke. Fotografien von Günter Heiberger aus den 1980er und 1990er Jahren“ im Pfinzgaumseum wurde verlängert und kann wieder besichtigt werden. Foto: cg

Aufgrund der sinkenden Corona-Inzidenz haben das Stadtmuseum im Prinz-Max-Palais und das Pfinzgaumuseum in der Durlacher Karlsburg seit Pfingsten unter strenger Wahrung der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen wieder ihre Türen für das Publikum geöffnet.

Im Stadtmuseum sind zwei neue Sonderausstellungen erstmals zugänglich. Die Ausstellung „Gurs 1940. Die Deportation und Ermordung von südwestdeutschen Jüdinnen und Juden“ erinnert an die von den Nationalsozialisten organisierte Deportation jüdischer Bürgerinnen und Bürger aus Baden und der Saarpfalz in das südfranzösische Lager Gurs. Die von der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz erarbeitete und von Projektpartnern in Karlsruhe ergänzte Präsentation ist bis zum 3. Oktober 2021 zu sehen (siehe Artikel zum Thema). Die zweite Sonderausstellung „Mari Parmissi. Unsere Geschichte“, eine Wanderausstellung des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Baden-Württemberg, widmet sich bis zum 8. August 2021 der Geschichte der Sinti und Roma seit der ersten schriftlichen Erwähnung bis in die Gegenwart hinein.

Weiter können Interessierte bis zum 1. Juli „Alle nach Oberreut!“ im Ökumenischen Gemeindezentrum Oberreut besuchen. In der vom Stadtmuseum erarbeiteten Präsentation berichten Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils über ihr Ankommen und (Zusammen-)Leben.

Das Pfinzgaumuseum in der Karlsburg verlängert die dort neben der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Durlachs gezeigte Sonderausstellung „Durlacher Augenblicke. Fotografien von Günter Heiberger aus den 1980er und 1990er Jahren“ bis zum 27. Juni 2021 (siehe Artikel zum Thema).

Neues Führungsteam für Stadtarchiv und Museen

Seit kurzem ist das Führungsteam des Stadtarchivs und der Historischen Museen nach vielen personellen Wechseln wieder komplett. Dabei wurden fast alle Leitungspositionen neu besetzt.

Die Gesamtleitung der Kulturamtsabteilung Stadtarchiv & Historische Museen liegt seit dem 1. Juli 2020 bei Dr. Katrin Dort. Die Historikerin und Archivarin trat die Nachfolge des langjährigen Leiters Dr. Ernst Otto Bräunche an, der sich Ende Juni in den Ruhestand verabschiedet hatte. Bevor Dr. Dort 2017 ans Stadtarchiv Karlsruhe kam, arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Trier und am Hessischen Staatsarchiv Marburg, wo sie später auch das Archivreferendariat absolvierte.

Die zuvor von Dr. Katrin Dort bekleidete Position als stellvertretende Leiterin des Stadtarchivs ist seit dem 1. Juli 2020 mit der Historikerin und Archivarin Susanne Brenneisen besetzt. Bevor sie nach Karlsruhe kam, hatte Brenneisen nach beruflichen Stationen an der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden und einem volkskundlichen Institut in Freiburg das Archivreferendariat beim Landesarchiv Baden-Württemberg absolviert sowie in einem Projekt am Staatsarchiv Freiburg gearbeitet.

An der Spitze der Historischen Museen der Stadt Karlsruhe steht seit dem 1. April 2020 Dr. Ferdinand Leikam. Er folgte auf den nach vielen Jahren als Leiter des Stadtmuseums in den Ruhestand getretenen Dr. Peter Pretsch. Der Historiker Leikam war bei den Karlsruher Historischen Museen zunächst als Volontär, dann als wissenschaftlicher Mitarbeiter sowie vertretungsweise als Leiter des Pfinzgaumuseums tätig. Zwischenzeitlich arbeitete er am „kult Westmünsterland“ in Vreden, von wo er 2018 wieder nach Karlsruhe zurückkehrte. Das Führungsteam vervollständigt Dr. Christiane Sutter seit dem 1. April 2021 als stellvertretende Museumsleiterin. Die Kunsthistorikerin Sutter war am Historischen Museum der Pfalz in Speyer, dem OberhausMuseum in Passau und dem TECHNOSEUM in Mannheim tätig. Zuletzt leitete Sutter die Stadtteilmuseen des StadtPalais – Museum für Stuttgart.

Für die Kontinuität im Führungsteam sorgt darüber hinaus Dr. Volker Steck als stellvertretender Abteilungsleiter. Bevor er 2005 die Position des Stadthistorikers am Stadtarchiv Karlsruhe übernahm, war Steck mehrere Jahre für das Badische Landesmuseum in Karlsruhe tätig.

Das neue Führungsteam will die erfolgreiche Arbeit der Abteilung im Dienste der Stadtgeschichte fortsetzen und sich dabei den neuen Herausforderungen und aktuellen Fragen der Archiv- und Museumsarbeit stellen.

Weitere Informationen

Der Eintritt in alle genannten Ausstellungen ist frei. Veranstaltungen und Führungen können derzeit allerdings nicht stattfinden. Informationen zu Ausstellungen und Corona-Schutzmaßnahmen gibt es online (siehe Links).

Pfinzgaumuseum

Galerie

09.10.2020 | „Durlacher Augenblicke“ – Fotografien von Günter Heiberger

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