Karlsruhe setzt auf Bürgerbeteiligung für gemeinsamen Neustart nach Corona-Pandemie

UpdateDeutschland. Grafik: pm

UpdateDeutschland. Grafik: pm

Die Stadt Karlsruhe beteiligt sich als Partnerin an dem unter der Schirmherrschaft der Bundesregierung stehenden Zukunftslabor UpdateDeutschland.

Ausgangspunkt von UpdateDeutschland ist die Frage, wie wir ein krisenfestes, klimaneutrales und offenes Deutschland gestalten, das gestärkt aus der Corona-Pandemie hervorgeht. Durch Corona verschärfte Herausforderungen werden lokal identifiziert und in einem bundesweiten Kommunikationsprozess gebündelt.

Am 25. Februar 2021 fand ein digitales Auftakttreffen mit dem Bundesminister im Kanzleramt Helge Braun und Staatsministerin Dorotheea Bär statt. Die Repräsentanten der Schirmherrschaft erörterten mit zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern der Kommunen und der Länder die wichtigsten Herausforderungen, denen sich Deutschland künftig stellen muss. Von Seiten der Stadt Karlsruhe waren unter anderem Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz und Bürgermeister Dr. Albert Käuflein am Austausch beteiligt. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein erklärt: „So eine bundesweite Initiative kann auch in Karlsruhe etwas bewirken. Viele Herausforderungen stellen sich nicht nur hier bei uns, sondern in vielen Kommunen. Wir können gegenseitig von guten Ideen profitieren.“

UpdateDeutschland als Experiment

UpdateDeutschland steht im Zeichen von Open Social Innovation – eine Methodik, die mit Unterstützung der Bundesregierung beim #WirVsVirus Hackathon und seinem Umsetzungsprogramm bereits 2020 erprobt wurde. Von rund 1.500 Lösungen wurden 150 bei der Weiterentwicklung, Pilotierung und breiten Umsetzung unterstützt. Diese helfen in der Corona-Krise und zeigen schon heute eine nachhaltige Wirkung. Darauf aufbauend entsteht bei UpdateDeutschland zusammen mit der Bürgerschaft und Partnerinnen und Partnern aller föderalen Ebenen ein deutschlandweites Zukunftslabor: Hunderte Lösungen werden parallel getestet und mit Hilfe von Kooperationen in die Umsetzung gebracht. UpdateDeutschland ist ein Experiment, in dem wir gemeinsam aus Fehlern lernen und gemeinsam wachsen.

Zusammengebracht werden alle Herausforderungen und Lösungen vom 19. bis 21. März 2021 beim digitalen „48-Stunden-Sprint“, einem öffentlichen Hackathon. Alle Beteiligten treffen in mehreren Handlungsfeldern zusammen und arbeiten an neuen oder bestehenden Lösungen.

Bürgermeister Dr. Albert Käuflein, zuständig für das IQ-Korridorthema „Moderne Verwaltung“, freut sich daher über eine Teilnahme der Stadt Karlsruhe an dieser Initiative: „Ich rufe daher Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ab sofort die Herausforderungen über das Beteiligungsportal der Stadt Karlsruhe unter beteiligung.karlsruhe.de zu diskutieren und zu bewerten“.

Beteiligungsportal zum Austausch nutzen

Bis zum 9. März 2021 stehen auf dem Beteiligungsportal der Stadt Karlsruhe sieben Herausforderungen zur Diskussion, die seitens der Stadtverwaltung Karlsruhe als zentral erachtet werden. Beispielsweise, wie die Services der Verwaltung nach Corona so schnell wie möglich komplett digital angeboten werden können oder wie ein umwelt- und klimafreundliches (Mehrweg-) Verpackungssystem für Take-Away-Essen mit möglichst vielen Anbietern entstehen kann. Darüber hinaus sind die Themen Abstimmung zivilgesellschaftlicher und kommunaler Anstrengungen in Krisensituationen sowie lokale Konzepte für den Handel genannt. Die Umwandlung wegfallender Handelslagen in neue Orte des Zusammenlebens, die Entlastung der Quartiere von motorisiertem Lieferverkehr und der Aufbau von Plattformen für digitale Zusammenarbeit sind identifizierte Herausforderungen.

Karlsruher Bürgerinnen und Bürger können über diese abstimmen und ihre Einschätzungen und Lösungsvorschläge einbringen. Die drei Herausforderungen, auf die nach der Beteiligungsphase am meisten Stimmen entfallen, werden durch die Stadt Karlsruhe in den weiteren bundesweiten Prozess eingespielt.

Weitere Informationen

Online (siehe Links) erhalten alle Interessierten weitere Informationen und können sich auf der Beteiligungsplattform anmelden, um an der Abstimmung teilzunehmen und weitere Ideen einzubringen. Weitere Informationen zu UpdateDeutschland finden sich auf dem Beteiligungsportal und unter updatedeutschland.org.

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