Die Polizei warnt vor Abzockern und Telefonbetrügern

Die Polizei warnt vor Abzockern und Telefonbetrügern. Grafik: pol

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„Das Geschäft mit dem Notfall“ und „Naher Angehöriger muss in Gefängnis“ – Abzocker und Telefonbetrüger mit altbekannter und neuer Masche unterwegs.

Ausgesperrt? Insektenbefall? Abfluss verstopft?

Solche Notlagen im Haushalt kommen immer zur Unzeit und dann sollte es schnell gehen, denn der Normalzustand muss schnellstmöglich wiederhergestellt werden. Doch gerade diese Hilflosigkeit wird von unseriösen Handwerkern und Notdiensten ausgenutzt. Leistungen werden unfachmännisch durchgeführt und darüber hinaus unverhältnismäßig hohe Preise verlangt. Ist der Kunde nicht bereit sofort zu zahlen, so wird gedroht.

So vermeiden Sie Ärger mit falschen oder unseriösen Handwerkern:

  • Informieren Sie sich genau!
    Versichern Sie sich, dass Sie eine seriöse Firma vor sich haben. Häufig sind lokale Notdienste die beste Wahl. Fragen Sie daher konkret nach dem Firmensitz und lassen Sie sich im Voraus einen detaillierten Kostenvoranschlag geben
  • Nicht unter Druck setzen lassen!
    Unterschreiben Sie nichts, wenn Sie Zweifel haben. Außerdem sollten Sie niemals sofort bezahlen und in jedem Fall auf einer Rechnung bestehen (Auch um Gewährleistungs- und ggf. Garantieansprüche geltend machen zu können - Anm. d. Red.)
  • Hilfe holen
    Ziehen Sie Nachbarn hinzu, die den Vorfall bezeugen und Sie bestärken können. Droht man Ihnen, so rufen Sie die Polizei unter 110
  • Rechnung prüfen und im Zweifel Anzeige erstatten
    Fragen zur Rechnung kann Ihnen die Verbraucherzentrale beantworten. Zu guter Letzt können Sie jederzeit Anzeige bei der Polizei erstatten, sofern Sie eine strafbare Handlung vermuten.

Weitere Einzelheiten und Tipps enthält die Broschüre „Das Geschäft mit dem Notfall“ (siehe Links). Die Broschüre und drei themenspezifische Postkarten sind auch bei jeder Polizeidienststelle in gedruckter Form kostenlos erhältlich.

„Naher Angehöriger muss in Gefängnis“ – Telefonbetrüger mit neuer Masche unterwegs

Anfang Februar 2021 kam es im Stadt- und Landkreis zu vermehrten Schockanrufen. Zu einem Schaden kam es glücklicherweise nicht. Die meist älteren Menschen hielten von den Betrügern einen Schockanruf. In der Regel wurde ihnen mitgeteilt, dass der Sohn oder die Tochter in einen Unfall verwickelt waren. Um eine Gefängnisstrafe abzuwenden, forderten sie von den Senioren meist eine hohe Geldsumme.

Immer wieder nutzen Telefonbetrüger derartige "Schockanrufe" um, vor allem von lebensälteren Menschen, Geld zu ergaunern. Hierbei nutzen sie die Schocksituation und üben verbalen Druck auf die Angerufenen aus, um zu verhindern, dass der Betrug erkannt wird. Die Betrüger versuchen außerdem die Angerufenen dazu zu bewegen, am Telefon zu bleiben und auf keinen Fall aufzulegen. So wollen sie verhindern, dass die Polizei oder vielleicht ein Verwandter angerufen wird. Junge Menschen durchschauen diesen Trick vielleicht, aber lebensälteren Menschen fällt es häufig schwer, diese Masche zu durchschauen.

Wir bitten daher Angehörige, Bekannte und Nachbarn von Senioren, diese über derartige Sachverhalte zu informieren und zu sensibilisieren!

Die Kombination aus Schock, Drohung und Mitleid soll die Opfer dazu bringen, die Geschichte nicht zu hinterfragen.

Die Polizei rät:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand telefonisch um Geld bittet
  • Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner, oft ein angeblicher Enkel oder Verwandter, Geld von Ihnen fordert! Auch wenn man Ihnen sagt, dass sie nicht auflegen sollen!
  • Vergewissern Sie sich, ob der Anrufer wirklich ein Verwandter ist: Legen Sie auf und rufen Sie ihn unter der Ihnen bekannten Telefonnummer zurück!
  • Übergeben Sie niemals Geld an Ihnen unbekannte Personen
  • Wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, informieren Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 110 und, wenn möglich, Verwandte
  • Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind und erstatten Sie eine Anzeige.

Weitere Informationen

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