Elektro-Scooter und Alkohol: Keine gute Kombination!

Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Alkoholgrenzen wie für Autofahrer. Foto: cg

Für E-Scooter-Fahrer gelten dieselben Alkoholgrenzen wie für Autofahrer. Foto: cg

Mittlerweile sind sie überall in Karlsruhe zu sehen. Mal kommen sie einem auf dem Radweg entgegen, mal stehen sie alleine oder in kleinen Gruppen am Gehweg und warten auf ihre nächsten Nutzer. Gemeint sind Elektroroller, kurz E-Scooter.

Spätestens nachdem mehrere Sharing-Unternehmen seit Oktober vergangenen Jahres damit begonnen haben, die motorisierten Tretroller flächendeckend zur spontanen und kurzzeitigen Ausleihe anzubieten, gehören die Zweiräder zum Karlsruher Stadtbild. In der Verkehrsunfallstatistik sind die Fahrzeuge bisher eher unauffällig. Dafür wurden im ersten Jahr der Nutzung in Karlsruhe vielfach Alkoholverstöße festgestellt.

Problem ist hohe Zahl an Trunkenheitsfahrten

Erfreulicherweise sind die E-Scooter in Karlsruhe bislang nur selten in Verkehrsunfälle verwickelt. Im Berichtszeitraum Oktober 2019 bis August 2020 hat die Karlsruher Polizei weniger als 20 Unfälle unter Beteiligung von Elektrorollern aufgenommen. Die häufigsten Unfallursachen waren Alkoholeinfluss, falsche Fahrbahnnutzung, nicht angepasste Geschwindigkeit und falsches Verhalten gegenüber Fußgängern. Im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln treten die Scooter beim Unfallgeschehen damit kaum in Erscheinung. Sorgen bereitet dem Leiter der Karlsruher Verkehrspolizeiinspektion Martin Plate dagegen die hohe Zahl festgestellter Trunkenheitsfahrten mit E-Scootern. So stellte die Polizei allein im Juli dieses Jahres 36 und im August gar 42 Personen fest, die alkoholisiert mit einem Elektroroller fuhren. „Vielfach wird der Scooter auf dem Heimweg gerade dann genutzt, wenn man alkoholbedingt besser die Finger davon lassen sollte“, gibt Plate zu Bedenken.

Deshalb weist die Karlsruher Polizei erneut darauf hin, dass es sich bei den motorisierten Tretrollern um Kraftfahrzeuge handelt, für deren Fahrer dieselben Alkoholgrenzen wie für Autofahrer gelten. Das bedeutet auch, dass bereits ab einer Blutalkoholkonzentration von 0,3 Promille eine Straftat vorliegen kann, wenn der E-Scooterfahrer alkoholbedingte Ausfallerscheinungen zeigt oder einen Unfall verursacht. Ab 0,5 Promille wird dann in jedem Fall ein Bußgeld fällig und ab 1,1 Promille droht ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren. Führerscheininhaber müssen zudem mit einem Fahrverbot oder sogar mit dem Entzug der Fahrerlaubnis rechnen.

Weitere Informationen

Polizeirevier Karlsruhe-Durlach

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Gut besucht: Beim Kruschtlmarkt der ARGE findet Jeder was. Foto: cg

Kaiserwetter garantiert: Der Kruschtlmarkt vor der Karlsburg lockt zum flanieren

Am Samstag, 21. September 2024, von 8-16 Uhr, veranstaltet die Arbeitsgemeinschaft Durlacher und Auer Vereine e.V. (ARGE) wieder ihren traditionellen…

mehr
Am Donnerstag, 26. September 2024, 17 Uhr auf dem Alten Friedhof in Durlach. Foto: pm

CarmeLaster – Eine Frau und ihr Laster kommen nach Durlach und Oberreut

Carmela! ist 1,56 groß und hat 140 PS; eine durchgeknallte Tänzerin, liebenswerte Akrobatin, Virtuose mit Hula Hoops und spaltet Äpfel mit einem…

mehr
Die Kunstinstallation „Gaia“ von Luke Jerram in der Ev. Stadtkirche Karlsruhe. Foto: cg

„Gaia“ noch bis 6. Oktober in der Stadtkirche Karlsruhe zu sehen

Sie ist im Durchmesser sieben Meter groß, leuchtet blau und schwebt seit dem 13. September 2024 im Altarbereich der Evangelischen Stadtkirche in…

mehr

Neue Galerien

Weitere Fotos und Videos aus Durlach und Umgebung: Alle Galerien