Weniger Streuobstwiesen: Wohnungsnot bei Steinkäuzen

Durch immer weniger Streuobstwiesen ist der Lebensraum des Steinkauzes bedroht. Foto: Stadt Karlsruhe

Durch immer weniger Streuobstwiesen ist der Lebensraum des Steinkauzes bedroht. Foto: Stadt Karlsruhe

Künstliche Nisthilfen für die kleine Eule angebracht.

Großzügig fällt die Obsternte in diesem Jahr auch auf Karlsruhes Streuobstwiesen aus. Derzeit kann von alten knorrigen Bäumen geerntet werden. Davon profitiert neben vielen anderen Tieren auch die Leitart der Streuobstwiesen: der Steinkauz (Athene noctua), eine nur knapp über 20 Zentimeter große Eule mit großen Augen und koboldhaftem Aussehen. Ihre „Wohnsituation“ ist jedoch stark bedroht.

Streuobstbestände gehen zurück

Denn der Steinkauz nistet bevorzugt in den Höhlungen der alten Obstbäume, nutzt gerne Weidepfähle oder Totholzbäume als Ansitzwarten und ist bei der Jagd auf offene, grünlandreiche Landschaften mit ganzjährig kurzer Vegetation angewiesen. Allerdings gehen die Streuobstbestände stark zurück und so findet er diese Bedingungen immer seltener und gilt mit bundesweit etwa 6.000 Brutpaaren als stark gefährdet. Ein paar dieser seltenen Brutpaare leben auf Durlacher Gemarkung, insbesondere im Raum der Höhenstadtteile.

Um das Vorkommen wieder zu fördern, haben kürzlich Vertreter aus Stadtverwaltung, Vereinen, Nabu und Streuobstfans sogenannte Steinkauzröhren angebracht. Denn ein großes Problem für den Vogel sind fehlende Bruthöhlen in ausreichender Größe. Noch mehr künstliche Nisthilfen sollen künftig auf städtischen und privaten Flächen zur Verfügung stehen, wo Potenzial für ein Brutpaar gesehen wird.

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