Anleitung für naturnahe Gärten in Karlsruhe

Lavendel als Futterpflanze, die auch noch wunderbar ausschaut. Foto: cg

Lavendel als Futterpflanze, die auch noch wunderbar ausschaut. Foto: cg

Wer einfach und günstig etwas für Insekten und andere Wildtiere tun will, wird jetzt auf der neuen Internetseite des Umwelt- und Arbeitsschutzes zum Thema „Naturnahe Gärten und Balkone“ fündig.

Derzeit widmen sich besonders viele Karlsruherinnen und Karlsruher hingebungsvoll der Pflege ihres Grüns. Der Trend zur naturnahen Garten- und Balkongestaltung ist groß, das Bienensterben soll verringert, heimischen Singvögeln eine Lebensgrundlage gegeben werden. Die Stadt empfiehlt, bei der Garten- oder Balkongestaltung auf die richtige Auswahl der Pflanzen zu achten. Üppig blühende „Bienenstauden“ und Samenpäckchen für „Bienenweiden“ enthalten oftmals Zuchtformen oder Arten, die hier nicht heimisch sind. Fremdländische Pflanzen können sich in der freien Landschaft ausbreiten, dadurch für Insekten wichtige Arten verdrängen und ökologische Schäden anrichten.

Schon kleine Umstellungen in der Gartenbewirtschaftung helfen

Vor der Neubepflanzung oder Umstrukturierung eines Gartens ist es deshalb wichtig zu wissen, welche Pflanzen für den jeweiligen Standort geeignet und die heimische Insektenwelt wichtig sind. Großflächiges Einsäen von Blühmischungen und teure Neubepflanzungen sind meist nicht nötig. Schon kleinere Umstellungen in der Gartenbewirtschaftung, etwa das Stehenlassen von Altgrasstreifen und kleine insekten- und tierfreundliche Strukturen aus altem Holz oder Reisig können große Erfolge erzielen. In einem strukturreichen Garten ist ein „Insektenhotel“ zwar nicht erforderlich, jedoch eine schöne Möglichkeit, Wildbienen zu beobachten. Anleitungen für den Bau einer ökologisch hochwertigen Nisthilfe für Insekten findet man im Internet (siehe Artikel zum Thema).

Wertvoller Beitrag zur Biodiversivität

Im dicht besiedelten Stadtgebiet leisten auch ökologisch hochwertig gestaltete Balkone und Dachterrassen einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität. Richtig umgesetzt, helfen kleine Blühoasen und insektenfreundliche Strukturen als Trittsteine, vielen Tier- und Pflanzenarten zu überleben.

Weitere Informationen

Interessierte können sich bei Fragen auch direkt per E-Mail unter umwelt-arbeitsschutz(at)karlsruhe.de an den Umwelt- und Arbeitsschutz der Stadt Karlsruhe wenden.

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Erfreut sich großer Beliebtheit: Der „Turmbergomat“ bei seiner Premiere im April 2017. Foto: cg

Am 9. Mai ruft der Berg zur „TurmbergTrophy“

Besondere Zeiten, neue Herausforderungen, viele Möglichkeiten: Die TurmbergTrophy, die im letzten Jahr das erste Mal – als Ersatz für das legendäre…

mehr
Vera Holzwarth, „Ein Meer von Rosa“, Acryl auf Leinwand, 140 x 115 cm, 2021. Foto: zettzwo

„Ein Meer von Rosa“ – neue Ausstellung im Kunstschaufenster der zettzwo Produzentengalerie

Auch wenn die Lage nicht rosig ist, ist es Zeit für ein bisschen Leichtigkeit.

mehr
Setzen sich mit viel Elan und Engagement für Durlach ein: Vorstand Scharyar Essari und Meike Eberstadt von „Durlacherleben“. Foto: cg

„L(i)ebenswertester Stadtteil“ und seine Herausforderungen als Standort

Markgrafenstadt, viele Einzelhändler, mittelalterlicher Stadtkern, aktive Vereine, vielfältiges kulturelles Angebot und großes Engagement der…

mehr

Neue Galerien

Weitere Fotos und Videos aus Durlach und Umgebung: Alle Galerien