Coronavirus: Gesundheitsministerium BW folgt Empfehlungen von Bundesminister Spahn

Bundesministerium für Gesundheit in Berlin. Foto: cg

Bundesministerium für Gesundheit in Berlin. Foto: cg

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha unterstützt die Linie von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, den zuständigen örtlichen Behörden zu empfehlen, Veranstaltungen ab einer Größe von mehr als 1000 Personen vorsorglich abzusagen.

„Wir erleben zurzeit eine sehr dynamische Lage. Zwar sind wir in Baden-Württemberg noch in der glücklichen Situation, nahezu alle Infektionsketten zurückverfolgen und entsprechende Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Allerdings nehmen die so genannten Eintragspfade deutlich zu. Das heißt, in nächster Zeit wird vermehrt mit eingetragenen Infektionen aus Italien und dem angrenzenden Frankreich nach Baden-Württemberg zu rechnen sein“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Montag (9. März 2020) in Stuttgart. „Vor diesem Hintergrund und im Sinne des vorsorglichen Gesundheitsschutzes für die Bevölkerung werden wir uns den Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn anschließen und den zuständigen örtlichen Behörden empfehlen, die Veranstalter entsprechend zu beraten“, so Lucha weiter.

Nach intensiven Gesprächen mit dem VfB Stuttgart sowie der Stadt Stuttgart am Montagvormittag wird das Spiel VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld am heutigen Montag noch stattfinden. „Ausschlaggebend hierfür waren bei der sorgfältigen Abwägung der Güter vor allem polizeiliche Aspekte und Fragen der Sicherheit“, sagte Lucha. Viele auswärtige Fans seien schon auf dem Weg nach Stuttgart gewesen.

„Wir werden dennoch ab heute einen rigorosen Cut machen“, so der Minister weiter. „Es macht keinen Sinn, dass jedes Bundesland unterschiedlich mit den Empfehlungen aus dem Bund umgeht. Deshalb werden wir diesen grundsätzlich folgen und unsere zuständigen örtlichen Behörden entsprechend darüber informieren. Wir hoffen, dass die anderen Bundesländer genauso verfahren.“

„INVENTA“ und „RendezVino“ in Karlsruhe abgesagt

Aktualisierung: 9. März 2020, 19 Uhr

Nach Verschiebung der internationalen Messe „IT-TRANS“ Ende Februar sind nun die Messen „INVENTA“ und „RendezVino“ abgesagt worden. Geplant waren die beiden Messen für den 13. bis 15. März 2020 in den Hallen der Messe Karlsruhe mit rund 400 Ausstellern und etwa 30.000 erwarteten Besuchern. Das gab die Messe Karlsruhe in einer Pressemitteilung bekannt.

Angesichts der weiteren, beschleunigten Verbreitung des Coronavirus in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg, empfiehlt das Gesundheitsamt der Stadt und des Landkreises Karlsruhe nun dringend von einer Durchführung des Messeduos abzusehen. Das zuständige Ordnungsamt Rheinstetten folgt der Empfehlung und hat heute die Absage angeordnet.

„Das ist bitter für alle unsere Aussteller, Partner und uns selbst, die bereits für die Messevorbereitung Erhebliches geleistet haben“, sagt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe. „Die Anweisung des Ordnungsamtes Rheinstetten setzen wir unverzüglich um. Sicherheit und Gesundheit aller Beteiligten müssen an erster Stelle stehen.“ Mit dieser Entscheidung folgen das Gesundheitsamt und die Messe Karlsruhe der Empfehlung des Gesundheitsministers von Baden-Württemberg, Manne Lucha.

Gesundheitsministerium gibt Erlass zu Großveranstaltungen heraus

Aktualisierung: 12. März 2020

Das Ministerium für Soziales und Integration als oberste Gesundheitsbehörde hat am heutigen Mittwoch (11. März) einen Erlass an die Gesundheitsämter herausgegeben, die Ortspolizeibehörden in Bezug auf Großveranstaltungen wie folgt zu beraten:

  1. Bei der Durchführung von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden/Zuschauern sind keine effektiven Schutzmaßnahmen gegen eine nicht mehr kontrollierbare Ausbreitung des Infektionsgeschehens möglich. Deshalb muss eine solche Veranstaltung abgesagt werden bzw. ist die Durchführung der Veranstaltung ohne Zuschauer notwendig.
  2. Bei Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmenden ist eine individuelle Einschätzung notwendig, welche Risiken bestehen und ob diesen mit infektionshygienischen Maßnahmen begegnet werden kann. Hinsichtlich der Risikobewertung gelten die Kriterien des Robert-Koch-Instituts. Je größer die Zahl der Teilnehmenden, desto wahrscheinlicher ist davon auszugehen, dass das Risiko eines nicht mehr kontrollierbaren Infektionsherdes besteht.

Der Erlass gilt ab sofort und ist nicht befristet.

Weitere Informationen

Für alle Fragen zu Covid-19 haben die Stadt Karlsruhe und das Landes­ge­sund­heits­amt im Regie­rungs­prä­si­dium Stuttgart eine te­le­fo­ni­sche Hotline für Bürge­rin­nen und Bürger ein­ge­rich­tet.

Landesgesund­heits­amt: Täglich zwischen 9 und 18 Uhr
Telefon 0711 / 904-39555

Stadt Karlsruhe: Montags bis freitags zwischen 9 und 16 Uhr
Telefon 0721 / 133-3333

Zudem ist die Kassenärztliche Vereinigung unter 116 117 rund um die Uhr erreichbar.

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