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Warum gerade der Herzsport so wichtig ist. Grafik: pm

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INI schließt Herzsportkampagne ab, sucht aber weiter nach Medizinern.

Vor etwa einem Jahr ist die Karlsruher Vereinsinitiative Gesundheitssport (INI) in ihre große Ärztesuche für den Herzsport gestartet. Grund genug, nun auf die Aktivitäten und Ergebnisse zurückzublicken. Zur Erinnerung: Es ist vorgeschrieben, dass jede Herzsportgruppe dauerhaft und regelmäßig von einem Arzt begleitet wird, in Karlsruhe mussten bereits Angebote eingeschränkt werden, weil sich nicht genug Ärzte fanden, die sich vorstellen können, regelmäßig eine Herzgruppe zu begleiten.

Ein Jahr lang hat die INI mit großer Unterstützung der Medien versucht (Durlacher.de begleitet dieses Thema von Beginn - siehe „Artikel zum Thema“), neue Mediziner für den Herzsport zu rekrutieren – leider nur mit mäßigem Erfolg. „Natürlich sind wir um jeden Einzelnen, der sich gemeldet hat, sehr dankbar. Aber es ist noch viel Luft nach oben“, so das Fazit der INI-Verantwortlichen. „Es haben sich schon ein paar Ärzte gemeldet, die sich generell für die Tätigkeit interessiert haben“, sagt Diana Marusic, Geschäftsstellenleiterin der INI. „Aber dann ist der Kontakt abgebrochen oder sie haben sich letztlich doch gegen die Tätigkeit entschieden. Gründe waren beispielsweise ungünstige Arbeitszeiten, der falsche Stadtteil oder die zu weite Entfernung.“

Gudrun Ganzhorn, stellvertretende Vorsitzende der INI und selbst Leiterin von Herzgruppen, blickt etwas positiver auf die Aktion zurück: „Ich habe 2019 eine überaus engagierte Ärztin für die Gruppe in der Gutenbergschule bekommen. Sie wollte einige Kollegen aktivieren, aber das hat leider nicht geklappt“.

Viele Karlsruher Mitgliedervereine der INI suchen immer noch dringend nach ärztlicher Begleitung für ihre Herzgruppen – so etwa die TG Aue oder der SSC Karlsruhe. Generell ist zu beobachten, dass der INI für das Jahresprogramm 2020 drei Gruppen weniger gemeldet wurden als 2019 (37 auf 34) – ob und wie das mit dem Ärztemangel zusammenhängt kann nur vermutet werden. Viele Gruppen funktionieren derzeit nur, weil sich Mediziner, die – oft aus Altersgründen – schon lange aufhören wollen, weiter engagieren. Die INI hofft nun, wie viele andere Vereine und Organisationen bundesweit auch, dass in naher Zukunft die Rahmenvereinbarung in Sachen Herzsport aufgelockert wird und beispielsweise auch Rettungssanitäter für die Betreuung der Gruppen zugelassen werden. Denn der Bedarf an Plätzen in den Herzsportgruppen ist ungebrochen groß und wächst weiter. „Es ist erschreckend, dass sich immer häufiger junge Menschen – im Alter zwischen 40 und 50 Jahren – bei der INI melden und die passende Herzsportgruppe suchen“, sagt Diana Marusic.

Weitere Informationen

Die Vereinsinitiative Gesundheitssport (INI) sucht in und um Karlsruhe aber weiter Ärzte, die es sich vorstellen können, eine oder mehrere Herzgruppen regelmäßig zu begleiten. Informationen dazu gibt es im Internet (siehe Links) oder direkt per E-Mail an info(at)gesundheitssport-karlsruhe.de.

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