„Durlach Stadteingang“ soll zum Sanierungsgebiet werden

Luftbild Durlach Stadteingang. Grafik: Stadt Karlsruhe

Luftbild Durlach Stadteingang. Grafik: Stadt Karlsruhe

Die Stadt Karlsruhe möchte den westlichen Durlacher Stadteingang und Bahnhof Durlach in ein Landes-Sanierungsprogramm bringen.

Voraussetzung für den Antrag auf Aufnahme in ein städtebauliches Erneuerungs­­­pro­gramm sind sogenannte „vorbereitende Untersuchungen“. Über den Ablauf dieser Untersuchungen und den aktuellen Sachstand informiert die Stadt die Öffentlichkeit am Mittwoch, 22. Januar 2020, ab 18.30 Uhr im Festsaal der Karlsburg, Pfinztalstraße 9.

Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Daniel Fluhrer wird die erste planerische Analyse für das knapp 17 Hektar große geplante Sanierungsgebiet „Durlach Stadteingang“ vorgestellt. Die vorbereitende Untersuchung und die spätere Sanierung möchte die Stadt mit der Eigentümerschaft sowie allen Akteuren vor Ort anpacken. Daher wird es bei der Veranstaltung auch um Chancen gehen, die sich etwa durch die Förderung privater Modernisierungsmaßnahmen oder Maßnahmen im öffentlichen Raum für das Sanierungsgebiet ergeben. Die Informationsveranstaltung bietet Raum, Wünsche und Anregungen zur Konkretisierung der Sanierungsziele und Maß­nahmen einzubringen.

Überlegungen aus Planungswerkstatt „Entwicklungsachse Durlacher Allee“

Für die Untersuchungen fängt die Stadt nicht bei Null an. Erste Konzeptideen für den Stadteingang Durlachs mit dem Bahnhofsgelände gehen auf die 2013 stattgefundene Planungswerkstatt „Entwicklungsachse Durlacher Allee“ zurück (s. Artikel zum Thema). Es folgte eine Rahmenplanung, in der das beauftragte Büro „berchtoldkrass/ Studio.Urbane Strategien“ für diesen Bereich einen größeren Bahnhofsvorplatz mit angegliedertem, verkleinertem Busbahnhof sowie einem Baufenster für ein Gebäude mit besonderer Nutzung vorschlug.

Damit einher ging die Überlegung, den Bahnhofszugang aus Richtung Untermühlsiedlung neu zu ordnen und einen behindertengerechten Zugang zu schaffen. Zudem möchte man den Übergang der Willmar-Schwabe-Straße zur Pfinztalstraße aufwerten. Auch die westliche Pfinztalstraße mit der angeschlossenen Bebauung sowie die Blöcke südlich der Karlsruher Allee sollen untersucht werden. Der Postvorplatz an der Gritznerstraße soll neu gestaltet und aufgewertet werden. Planungen hierfür hat das Stadtplanungsamt schon erarbeitet (s. Artikel zum Thema). Auch die gestalterische Aufwertung des Verkehrsknotenpunktes „Stachus“, das westliche Eingangstor Durlachs, die Kreuzung Durlacher Allee/Pforzheimer Straße/Pfinztalstraße ist schon lange ein Anliegen des Durlacher Ortschaftsrats und soll betrachtet werden.

Städtebauliche Missstände und Handlungsbedarfe konkret benennen

Um Ziele und Maßnahmen beschreiben zu können, geht es darum, städtebauliche Missstände und Handlungsbedarfe im Bahnhofsgebiet Durlach konkret zu benennen. Dies soll in einem aktiven Dialog mit den  Eigentümerinnen und Eigentümern beziehungsweise den Bewohnerinnen und Bewohnern geschehen. Bereits im Spätjahr 2019 wurden alle 334 Eigentümerinnen und Eigentümer per Fragebogen um Informationen über die Wohnverhältnisse und den Gebäudezustand der rund 480 Objekte im Gebiet gebeten.

Die vorbereitenden Untersuchungen möchte die Stadt bis zum Sommer abschließen, um im Herbst für das Programmjahr 2021 ein Antrag auf Förderung durch ein städtebauliches Erneuerungsprogramm zu stellen. Sofern eine Bewilligung erfolgt, ist die förmliche Festlegung des Sanierungsgebiets vorgesehen.

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