Stadtbauforum fragt nach Bürgerwünschen zum Fuß- und Radverkehr

Karlsruhe justiert seine Fuß- und Radverkehrspolitik neu. Grafik: Stadt Karlsruhe

Karlsruhe justiert seine Fuß- und Radverkehrspolitik neu. Grafik: Stadt Karlsruhe

Was erwarten Karlsruherinnen und Karlsruhern von der Fuß- und Radverkehrspolitik der Stadt? Das ist Thema des Stadtbauforums „Neue Wege zu Fuß und Rad“ am Donnerstag, 5. März 2020, unter Leitung von Bürgermeister Daniel Fluhrer.

„Aktuell ist die Verwaltung zusammen mit der Politik sowie Vertretungen von Verbänden und Interessengruppierungen dabei, die strategische Ausrichtung für den Fuß- und Radverkehr neu zu definieren“, informiert Fluhrer. „Über das Stadtbauform wollen wir die Öffentlichkeit in diesen Prozess direkt einbinden“, betont der Mobilitäts-Dezernent. Das Forum beginnt um 20 Uhr im Raum Baden der IHK am Friedrichsplatz. Moderiert wird das Stadtbauforum von Michael Adler von der Agentur tippingpoints aus Bonn. Michael Adler ist der Kopf hinter so bekannten Radförderkampagnen wie „Kopf an: Motor aus.“ und „Tu´s aus Liebe!“.

An Thementischen Vorschläge einbringen

Die Grundlagen für eine künftige Fuß- und Radverkehrspolitik werden im Rahmen eines sogenannten „Bicycle Policy Audits“ (BYPAD-Verfahrens) erarbeitet. In einem ersten Workshoptermin hat die Arbeitsgruppe im Januar den Ist-Zustand im Fuß- und Radverkehr analysiert. Das Ergebnis dieser Analyse stellt Heike Prahlow vom Büro PGV-Alrutz (Hannover) im Stadtbauforum vor. Das deutschlandweit führende Planungsbüro in der Fuß- und Radverkehrsplanung wurde mit dem BYPAD-Prozess beauftragt.

An Thementischen können Forums-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer anschließend ihre Vorschläge einbringen. Dabei lautet die übergeordnete Fragestellung: „Was müsste in der Stadt geändert werden, damit man mehr Wege mit dem Rad/zu Fuß zurücklegt?“. Als weiterführende Stichworte dienen Begriffe wie Wegeinfrastruktur, Fahrradparken, Orientierung und Service oder auch Öffentlichkeitsarbeit, für den Fußverkehr relevant ist sicher auch der Aspekt „Aufenthaltsqualität“.

Die Vorschläge aus dem Stadtbauforum wird PGV auswerten und in den weiteren Planungsprozess und die beiden folgenden BYPAD-Workshoptermine einfließen lassen. Das neue Fuß- und Radverkehrskonzept wird dem Gemeinderat voraussichtlich im Herbst zur Entscheidung vorgelegt.

Radverkehrspolitik muss auf neue Themen reagieren

Das Karlsruher 20-Punkte-Programm zur Förderung des Radverkehrs ist nun 15 Jahre alt. Seitdem sind zahlreiche neue Themen aufgetaucht, mit denen sich die Politik und die Planung auseinandersetzen müssen. So teilen sich die Radfahrenden durch Pedelecs in zwei unterschiedlich schnelle Gruppen. Dies führe, so Ulrich Wagner vom Stadtplanungsamt, zukünftig zu immer mehr Überholvorgängen im Radverkehr und erfordere größere Radfahrstreifenbreiten. „Auch die verstärkte Nutzung von Lastenrädern spielt hier eine Rolle“, ergänzt der Verkehrsplaner. Da das Thema Fußverkehr immer mehr Bedeutung erhält, werden die Belange der zu Fuß gehenden erstmals im Prozess gezielt berücksichtigt.

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