Sturmtief „Sabine“ hinterließ keine größeren Schäden

Sturmtief "Sabine" hinterließ keine größeren Schäden. Foto: om

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Stadt Karlsruhe war auf Lage gut vorbereitet / Einige Einrichtungen geschlossen.

Das Sturmtief "Sabine", das von Sonntagabend bis Montag (9. und 10. Februar) über Karlsruhe hinweg fegte, hinterließ in der Fächerstadt keine größeren Schäden. Die Stadt war auf die Herausforderungen des massiven Unwetters gut vorbereitet und versuchte nach Kräften, die Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Die städtischen Dienststellen trafen bereits am Sonntagnachmittag, nachdem der Verwaltungsstab der Stadt Karlsruhe zusammen gekommen war, eine Reihe von Entscheidungen, die mögliche Gefahrenquellen schon im Vorfeld minimierten, auf der anderen Seite aber auch den Service weitgehend aufrecht erhielten. Dort, wo es zu Behinderungen und Einschränkungen kam, waren Teams unterschiedlicher Ämter schnell zur Abhilfe vor Ort.

Keine außergewöhnliche Lage für Feuerwehr

So rückte die Branddirektion mit Kräften der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren zwischen Sonntag, 18 Uhr, und Montag, 13 Uhr, zu insgesamt 118 Einsätzen allein im Karlsruher Stadtgebiet aus. Erfreulich dabei war, dass die Feuerwehrleute weder verletzte Personen bergen mussten, noch sich mit außergewöhnlichen Schadenslagen konfrontiert sahen. Das Tiefbauamt war ab 5.30 Uhr im Straßennetz unterwegs. Die Teams trafen etwa auf der Durlacher Allee auf durch heftige Böen umgestürzte Bauzäune und an vier Kreuzungen auf ausgefallene Lichtanlagen. Letztere sind inzwischen wieder in Betrieb, und die Sperrung an der Durlacher Allee ist aufgehoben.

Beim Gartenbauamt, das mit Teams städtische Grünanlagen kontrollierte, gingen 50 Schadensmeldungen durch umgestürzte Bäume oder herabgefallene Äste auf Autos oder auch auf ein Dach ein. Während die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits ein Drittel dieser Fälle abgearbeitet haben, dauern die Aufräumarbeiten vermutlich noch einige Tage an.

Betreten des Waldes weiterhin gefährlich

Auch das städtische Forstamt ist noch mindestens zwei Tage lang mit Aufräumarbeiten beschäftigt. "Sabine" riss im städtischen und im staatlichen Wald keine großflächigen Lücken in den Bestand, doch einige Waldwege sind noch durch umgestürzte Bäume blockiert. Der Forst weist die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass auch nach dem Sturm das Betreten des Waldes sehr gefährlich ist, da auch weiterhin Baumteile herabstürzen und Bäume umfallen oder abbrechen können.

Umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste gab es auch auf den Friedhöfen im Stadtgebiet, die deshalb am heutigen Montag geschlossen blieben. Trauerfeiern konnten stattfinden, Beisetzungen wurden in Absprache mit den Angehörigen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Im Zoologischen Stadtgarten gab es keine nennenswerten Schäden. Doch der bleibt sicherheitshalber wie auch der Schlosspark Durlach am heutigen Montag geschlossen. Die Bürgerinnen und Bürger können allerdings von der Ettlinger Straße aus bei freiem Eintritt das Exotenhaus besuchen. Im Tierpark Oberwald kam es zu Schäden an den Einzäunungen der Gehege. Tiere aber brachen keine aus, und die Gehege sind mittlerweile provisorisch gesichert.

Bürgerbüro K8 hat wieder geöffnet

Die städtischen Gebäude im Stadtgebiet zog "Sabine" nicht in Mitleidenschaft, sie konnten ihren Betrieb aufrechterhalten. Mit Ausnahme des Bürgerbüros in der Kaiserallee 8. Dort riss das Sturmtief drei große Löcher ins Dach des Gebäudes. Dies hatte zur Folge, dass Bürgerbüro und die anderen dort untergebrachen Dienststellen am Montagmorgen vorübergehend schließen mussten. Bis Mittag hatte allerdings die Feuerwehr lose Ziegel vom Dach geholt und eine beauftragte Firma den Schaden so weit repariert, dass das Bürgerbüro um 13.30 Uhr seine Pforten wieder öffnen und seinen Betrieb aufnehmen konnte.

Das Schul- und Sportamt meldet keine besonderen Vorkommnisse. Die Hausmeister hätten keine größeren Schäden an den Gebäuden entdeckt. Von der Möglichkeit ihre Kinder am heutigen Montag zu Hause zu lassen, hätten zahlreiche Eltern Gebrauch gemacht.

Müllabfuhr verschiebt sich

Bedingt durch die Sturmböen sind am heutigen Montag im Karlsruher Stadtgebiet alle Touren der städtischen Müllabfuhr ausgefallen. Nur im Stadtteil Grötzingen-Süd wurden die Restmüll- und Papierbehälter planmäßig geleert. Auch der heutige Straßensperrmülltermin musste ausfallen. Die bereitgestellten Gegenstände werden am Dienstag und Mittwoch abgeholt. Das Amt für Abfallwirtschaft wird den Ausfall durch Mehrarbeit auffangen und von Dienstag bis Freitag länger im Einsatz sein. Alle Abfallbehälter sollen bis Ende der Woche nachgeleert werden.

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