Seniorin um ihre Ersparnisse gebracht – einige weitere Versuche schlugen fehl

Polizei Karlsruhe. Foto: cg

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Zu einem vollendeten sogenannten Enkeltrickbetrug kam es am gestrigen Montag (14. Dezember 2020) in der Karlsruher Waldstadt.

Eine 84-jährige Dame wurde gegen 13.30 Uhr von einer ihr unbekannten Frau angerufen, die weinend vorgab, einen Unfall verursacht zu heben, bei dem ein Mensch zu Tode gekommen sei. Sie bräuchte daher dringend 35.000 Euro als Kaution zur Abwendung einer Freiheitsstrafe. Zwischenzeitlich gab die angebliche Tochter das Telefon weiter an einen angeblichen Polizeibeamten, der den Unfall und die Kautionsforderung bestätigte.

Die 84-jährige Geschädigte ging zuerst zur Bank und lief anschließend an den vereinbarten Geldübergabeort an einer Schule in der Waldstadt. Die Geschädigte konnte aber nur einen geringeren Geldbetrag als die 35.000 Euro bei ihrer Bank abheben. Während der ganzen Zeit hatte die Geschädigte immer wieder telefonischen Kontakt über Handy mit den Betrügern. Gegen 16.30 Uhr erfolgte dann die Geldübergabe an eine Frau.

Diese wurde wie folgt beschrieben: weibliche Person, um die 20 Jahre alt, blonde Haare, mitteleuropäisches Aussehen, korpulente Figur, trug eine rote Jacke und eine dunkle Hose. Hinweise zur Person der Geldabholerin im Bereich der Eichendorffschule nimmt der Kriminaldauerdienst in Karlsruhe unter der Telefonnummer 0721/666-5555 entgegen.

Weitere Versuche im Stadt- und Landkreis

Zeitgleich konnte ein weiterer Betrug in Hohenwettersbach mit dieser Begehungsweise durch die aufmerksame Ehefrau des Geschädigten verhindert werden, die über Notruf die Polizei informierte. Auch dort hatte ein angeblicher Enkel einen schweren Unfall verursacht und benötigte Geld für eine Kaution.

Einige weitere Versuche im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, auf diese Weise Geld zu erbeuten, schlugen aufgrund der Cleverness der Senioren fehl.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei nochmals darauf hin, dass niemals Kautionsforderungen von Seiten der Polizei telefonisch gestellt werden. Kontaktieren Sie bei solchen Anrufen immer die Polizei über 110, sie selbst werden werden NIE mit der Rufnummer 110 angerufen.

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