Kreative Lösungen sind gefragt: Karlsruher Messplatz wird zum „Drive-in-Kino“

Auto-Kinospaß bald in Karlsruhe (Symbolbild). Foto: dansamu/Pixabay

Auto-Kinospaß bald in Karlsruhe (Symbolbild). Foto: dansamu/Pixabay

In diesen Zeiten müssen viele neue und innovative Wege beschreiten, ob Restaurants, Gewerbe, Handel oder auch kulturelle Einrichtungen. Internet-Angebote gibt’s erfreulicherweise auch von vielen Theatern, doch das Kammertheater in Karlsruhe möchte nun einen neuen Weg gehen – mit einem „Drive-in-Kino“, das durchaus später auch zu einem „Drive-in-Theater“ werden kann.

Zunächst startet das Programm kommende Woche Mittwoch (22. April 2020) mit „Känguru Chroniken“, „Joker“(Do), „Nightlife“ (Fr), „Lindenberg! Mach Dein Ding!“ (Sa) und „Downton Abbey“ (So).

Aufgrund der Corona-Pandemie ist weltweit der Kulturbetrieb eingestellt worden. „Sowohl Theater, also auch Kinos, müssen bis auf weiteres wegen der hohen Ansteckungsgefahr den Spielbetrieb pausieren“, betonen die Initiatoren: Innerhalb kürzester Zeit sind deshalb wieder Autokinos bundesweit in Mode gekommen, denn man bleibt in seinem Fahrzeug! Damit liefert das Kammertheater in Karlsruher wieder ein funktionierendes kleines Kulturangebot: „Beim Bestellvorgang besteht die Möglichkeit, uns auch mit einer Spende finanziell zu unterstützen.“

Klassiker wird wieder zum Trend

In den 60er Jahren gehörte das Autokino zum guten Ton: „Heute, in Corona-Zeiten“, betonen die Initiatoren, „ist es eine Möglichkeit, eine Unterhaltung zu bieten, welche die vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen einhält.“ Immerhin haben in den meisten Bundesländern die Autokinos geöffnet, erfreuen sich großer Beliebtheit. Einen Step weiter könnte das Projekt dann gehen mit dem „Drive-in-Theater“ - dafür laufen übrigens auch Überlegungen.

„Drive-in“ fürs Theater-Erlebnis

Kreativität soll – auch in diesem Fall – die Einnahmen der viele durch das Coronavirus ausgefallenen Veranstaltungen des Theaters zumindest etwas abfedern, so Bernd Gnann, Geschäftsführer des Kammertheaters Karlsruhe: Aufwand und Investition würden sich in Grenzen halten, „so kann ich zum Beispiel wenigstens meine Verträge mit Dieter Hallervorden, mit dem ich seit Jahren kooperiere, einhalten.“ Hallervorden sei von dieser Idee angetan – und bei anderen laufenden Produktionen könnten so auch die Gagen der Darsteller aufgefangen werden.

Einsatz bekannter Technik

Besucher sitzen dann in ihrem Fahrzeug, bekommen das Tonsignal wie im Autokino über eine eigene Frequenz aufs Autoradio, können so die Vorstellung live erleben – auf einer 200 Quadratmeter großen Leinwand – kein klassischer Theatersaal, aber eben ein innovatives Karlsruher „Drive-in-Theater“. Immerhin gibt’s etliche Autokinos, die funktionieren „und auch trotz Krise geöffnet haben“, so Gnann.

Einfaches und sicheres Handling

Das Handling auf dem Karlsruher Messplatz mit genügend Platz für dieses Angebot wäre umsetzbar: Kontaktlos würden Tickets online verkauft und vor Ort zum Beispiel auch durch die geschlossene Scheibe gescannt. „Eine Ansteckungsgefahr durch Sitzen auf engem Raum wie im Theatersaal bzw. persönlichen Kontakt an der Kasse ist somit ausgeschlossen“, so die Initiatoren. Das Kammertheater hofft so auf die Unterstützung, denn eine prozentuale Beteiligung soll diesem zu Gute kommen.

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