Der NABU ruft wieder zur bundesweiten Vogelzählung auf

Stunde der Gartenvögel wird zeigen, wie es um die Vogelbestände in Gärten und Parks steht. Foto: cg

Stunde der Gartenvögel wird zeigen, wie es um die Vogelbestände in Gärten und Parks steht. Foto: cg

Was fliegt und piept in Deutschlands Gärten und Parks? Das soll die 15. Stunde der Gartenvögel zeigen.

Der Naturschutzbund (NABU) Karlsruhe ruft vom 10. bis zum 12. Mai 2019 dazu auf, eine Stunde lang Vögel zu beobachten, zu zählen und zu melden.

„Wir wollen wissen: Stemmen sich unsere Gartenvögel weiter gegen den Abwärtstrend der Vogelbestände in der offenen Landschaft?“, so Artur Bossert vom NABU Karlsruhe „Seit 1980 ist mehr als jeder zweite Feldvogel in der EU verschwunden. Bei den Vögeln, die in Gärten und Parks vorkommen, sah es zumindest bisher deutlich besser aus.“ Allerdings gibt es auch bei diesen Arten Sorgenkinder. Das betrifft vor allem Gebäudebrüter und Insekten fressende Vögel wie Mauersegler und Mehlschwalben. „Diese finden durch das Insektensterben immer weniger Nahrung und durch Gebäudesanierungen auch immer weniger Wohnraum“, so Bossert. Seit der ersten Vogelzählung 2005 sind beide Arten um etwa die Hälfte zurückgegangen.

Wer schon vor der „Stunde der Gartenvögel“ spielerisch das Erkennen von Arten üben will, kann dies mit dem neuen Online-Learning-Tool NABU Vogeltrainer machen (s. Links). Hier werden 15 häufige Gartenvögel vorgestellt.

Und so funktioniert es

Von einem ruhigen Plätzchen im Garten oder vom Zimmerfenster aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt wird. Die Beobachtungen können per Post, Telefon (kostenlose Rufnummer 0800 1157115 am 11. Mai von 10 bis 18 Uhr), im Internet (s. Links) und mit der kostenlosen NABU Vogelführer App gemeldet werden. Meldeschluss ist der 20. Mai 2019. Die Anschrift für die postalische Teilnahme lautet: NABU, Stunde der Gartenvögel, 10469 Berlin.

Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag online abrufbar und können mit vergangenen Jahren verglichen werden.

Ab sofort liegen zur Aktion in Karlsruhe auch Teilnahmeblätter bereit. Diese gibt es im Naturkundemuseum, im Rathaus am Marktplatz, in der Badischen Landesbibliothek, im Naturschutzzentrum Rappenwört sowie in der Geschäftsstelle des NABU Karlsruhe in der Kronenstraße 9.

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