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Historische Amtsbücher bald online

Historische Amtsbücher im Magazin des Stadtarchivs Karlsruhe werden nun digitalisiert und sind bald einsehbar. Foto: Stadt Karlsruhe

Wertvolle „Fördergeschenke“ in Höhe von 225.000 Euro für den Erhalt des schriftlichen Kulturerbes erhielt das Karlsruher Stadtarchiv.

Das Stadtarchiv Karlsruhe und das MARCHIVUM in Mannheim haben von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn (DFG) eine Fördersumme von zirka 224.000 Euro erhalten, um ihre historischen Amtsbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert in dem Projekt „Die Amtsbücher von Karlsruhe und Mannheim – Quellen zum Zentrum und Umland zweier ehemaliger Residenzen“ zu digitalisieren. Den restlichen Projektanteil von knapp 112.000 Euro finanzieren beide Institutionen als Eigenanteil. Insgesamt sollen mehrere tausend Bücher mit mehr als 2,1 Millionen Seiten gescannt werden. Nach der Digitalisierung werden die Quellen auf den Webseiten der beiden Archive veröffentlicht und damit weltweit für jedermann einsehbar sein. Die Projektlaufzeit beträgt voraussichtlich drei Jahre.

Die zwei größten Städte Badens weisen eine recht ähnliche Geschichte auf, die die Amtsbücher widerspiegeln: Beide zeichnen sich als frühneuzeitliche Planstädte mit Hauptstadtcharakter und Residenzfunktion aus und stellen industrielle Ballungszentren dar. Darüber hinaus belegen die Amtsbücher das enge Beziehungsgeflecht zwischen den zwei Städten und ihrem jeweiligen Umland. Wie gestalten sich die Anziehungskräfte frühneuzeitlicher Residenzen verschiedener Größen auf ihr direktes Umland? Wie wirkt sich der Aufstieg Karlsruhes mit seiner außergewöhnlichen Rasanz zwischen den Jahren 1780 und 1820 aus, wohingegen Mannheim im gleichen Zeitraum wirtschaftlich eher stagniert? Oder wie gehen die Dörfer beziehungsweise ihre Eliten mit den Assimilationstendenzen um, die von den beiden urbanen Zentren ausgehen? Die Beschäftigung mit den Amtsbüchern als historisch bedeutsamer Quelle liefert der stadthistorischen Forschung wichtige Impulse.

Weitere Informationen

Als Dienstleister für die Digitalisierung konnte die MAUD GmbH in Mannheim gewonnen werden. Die ersten Archivalien sind bereits Ende Mai aus Karlsruhe in Mannheim eingetroffen.

von pia veröffentlicht am

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