Digitalisierung gemeinsam gestalten

Markt der Ideen: Bei der Konferenz zur Digitalisierung hatten städtische Führungskräfte vielfach Gelegenheit, sich einzubringen. Foto: Stadt Karlsruhe

Markt der Ideen: Bei der Konferenz zur Digitalisierung hatten städtische Führungskräfte vielfach Gelegenheit, sich einzubringen. Foto: Stadt Karlsruhe

Städtische Führungskräfte stimmten sich bei #führungstag|digital|2019 auf nächste Schritte ein

Die Plätze im Bürgersaal des Rathauses waren Mitte Juli 2019 bei der Konferenz der städtischen Führungskräfte alle belegt. Bei der halbtägigen Veranstaltung unter dem Titel „#führungstag|digital|2019“ stimmten sich die leitenden Beschäftigten der Stadtverwaltung mit Impulsvorträgen, einem Vortrag der Kölner Verwaltungsexpertin Ines Hansen zu „Führen in der digitalen Transformation“ und einem Workshop auf die nächsten Schritte des Umbaus ein. Dr. Wolfram Schneyder, der die Veranstaltung moderierte, hatte gleich ein Lob für die Fächerstadt parat. „Karlsruhe ist bei der Digitalisierung in Verbindung mit der Verwaltung vorne mit dabei“, betonte der Geschäftsführer der Tübinger Beratungsfirma VS Consulting. „Den  erreichten Vorsprung“, so Schneyder, gelte es jetzt „aber nicht nur zu verteidigen, sondern ihn auch auszubauen“. Ganz im Sinne  von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup. Das Stadtoberhaupt hatte bereits bei der Eröffnung gefordert, „nicht zu passiv zu sein“. Mentrup: „Wir wollen aktiv unsere digitale Zukunft in Karlsruhe gestalten.“

Wie diese Schritte aussehen sollen, konnten die Teilnehmer beim Marktplatz der Ideen klarer fassen: etwa mit der Multifunktions-App digital@ka, die bei einem bundesweiten E-Government-Wettbewerb den ersten Preis gewonnen hat (s. Artikel zum Thema). Sie soll in naher Zukunft städtische Services mit Angeboten des lokalen Handels und von Start-ups verbinden. Oder mit dem Beispiel der E-Rechnung: Mit der Abkehr vom Papier wird der Prozess vom Rechnungseingang bis zur Bezahlung um mehr als die Hälfte der Zeit verkürzt. Beim Thema „Open Government“ macht die Verwaltung Daten öffentlich, mit denen zum Beispiel ein privater Anbieter bereits eine Karlsruher Karte mit barrierefreien Stationen der Verkehrsbetriebe erstellte oder ein anderes Unternehmen tagesaktuell Wochenmärkte und deren Öffnungszeiten veröffentlicht.

Er habe „viele Denkanstöße dafür erhalten, wie wir unsere gute Position in Karlsruhe gemeinsam weiter ausbauen können“, zog der für den digitalen Wandel zuständige Bürgermeister Dr. Albert Käuflein am Ende der Veranstaltung eine „äußerst positive Bilanz“.

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