Leserbrief: Verlängerte Betriebszeiten der Turmbergbahn

Mit der Turmbergbahn den Durlacher Hausberg hinauf. Foto: cg

Mit der Turmbergbahn den Durlacher Hausberg hinauf. Foto: cg

Leserbrief von Ullrich Müller aus Durlach.

Wie in den Sommermonaten des vergangenen Jahres zu beobachten war, wird der Durlacher Hausberg als Naherhohlungsziel bis Sonnenuntergang sehr rege genutzt. Aber auch der kleine Weihnachtsmarkt in der Adventszeit ist ein beliebter Anziehungspunkt. Damit den abendlichen Besuchern die Möglichkeit gegeben wird, auch für den Rückweg die Bergbahn benutzen zu können und nicht das unsichere Hexenstäffele, wurde im OR der Antragallgemein gut geheißen, die Betriebszeiten am Abend zu verlängern.

Immerhin brauchte  die detailiert ablehnende Antwort der VBK von April bis Juli geschlagene drei Monate Zeit, um an die Öffentlichkeit zu kommen: „Die finanziellen Aufwändungen stünden nicht im Verhältnis zu den zu erwartenden Einnahmen“. Fast könnte man meinen, dass jeder kritische Steuerzahler einfach Verständnis haben muss, einem defizitären Verkehrsbetrieb nicht noch zum Wohle der Allgemeinheit enorme Kosten aufzubürden.

Bei Lichte betrachtet sieht aber die Rechnung etwas günstiger aus: Von Ende Juli bis anfangs Oktober und im Advent gibt es noch 14 Wochenenden. Bei einer Verlängerung von Freitag bis Sonntag bis 22.00 Uhr ergeben sich sechs Stunden pro Wochenende mehr. Und bei 14 Wochenenden wären das dann 84 Stunden. Geht man von einem Bruttostundenlohn von 30,- Euro für das Personal aus, stehen dann summa sumarum 2520,- Euro an Mehrausgaben an, wenn es keine zusätzlichen Fahrgäste gäbe. Mit gewisser Sicherheit kann aber davon ausgegangen werden, dass die Zusatzfahrten auch genutzt werden. Bei Kosten einer Tal- und Bergfahrt von 2,90 Euro müssten dann etwa 870 Leute zusätzlich fahren und zwar in diesen 84 Stunden. Das macht dann wenigstens 10 Personen pro Stunde mehr aus. Bei einem Viertelstundentakt müssten dann 2-3 Personen zusätzlich mitfahren um die 2520,- Euro wieder einzuspielen. Das müsste doch zu schaffen sein, zumal bis 1. Dezember das Pfinzgaumuseum die Aktion „Der Turmberg ruft“ veranstaltet.

Die VBK wären gut beraten, nochmals das Verhätnis Ausgaben zu Einnahmen kritisch zu überprüfen. Vielleicht gibt es doch noch eine Lösung im Interesse der abendlichen Turmbergbesucher.

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