Rumänen sind jetzt größte Ausländergruppe

Die Entwicklung der Einwohnerzahl in Karlsruhe seit 1946. Grafik: Stadt Karlsruhe/Statistikstelle

Die Entwicklung der Einwohnerzahl in Karlsruhe seit 1946. Grafik: Stadt Karlsruhe/Statistikstelle

Bericht „Bevölkerung in Karlsruhe 2017“ legt Schwerpunkt auf Thema Migration.

Karlsruhe ist eine attraktive Stadt. Seit Jahren sorgen Wanderungsgewinne gegenüber dem In- und Ausland für steigende Einwohnerzahlen in der Fächerstadt. Gleichzeitig unterliegt die Zusammensetzung der Bevölkerung durch die Zu- und Fortzüge einem ständigen Wandel. Die Bevölkerungszahl Karlsruhes hat sich im Jahr 2017 – vor allem durch Wanderungsgewinne bei der ausländischen Bevölkerung um 666 Personen gegenüber 2016 erhöht und lag zum Jahresende bei 305.220 Personen. Das Thema Migration steht daher im Fokus des neuen Berichts "Bevölkerung in Karlsruhe 2017", den das Amt für Stadtentwicklung jetzt vorgelegt hat.

Chinesen liegen bei jungen Erwachsenen vorne

Neben der allgemeinen Bevölkerungsentwicklung im Jahr 2017 analysiert die Untersuchung insbesondere, wie die Zuwanderung gerade auch aus dem Ausland die Struktur der Karlsruher Bevölkerung in den vergangenen zehn Jahren verändert hat. Wichtigstes Ergebnis: Hatten die Gastarbeiternationalitäten vor rund zehn Jahren noch die Nationalitätenstruktur im Stadtgebiet geprägt, so wurde deren prägendes Bild durch die verstärkte Zuwanderung aus Ost- und Südosteuropa und dem asiatischen Raum in den vergangenen Jahren abgeschwächt. Aufgrund anhaltender Zuwanderung aus den zuletzt beigetretenen ost- und südosteuropäischen Mitgliedstaaten der Europäischen Union lösten rumänische Staatsangehörige (5.784 Personen) 2017 die türkische Bevölkerung (5.619 Personen) nach 35 Jahren als größte Ausländergruppe in der Fächerstadt ab. Unter den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis unter 30 Jahren ohne deutschen Pass bildeten dagegen Chinesinnen und Chinesen die mit Abstand wichtigste Nationalitätengruppe.

Nichtdeutsche Bürger sind hochmobil

Dabei stellen die nichtdeutschen Bürgerinnen und Bürger eine hoch mobile Bevölkerungsgruppe dar; mehr als die Hälfte von ihnen wohnen noch keine fünf Jahre im Stadtgebiet. Und rund 60 Prozent derjenigen, die 2017 wegzogen, hatten sich weniger als drei Jahre in der Fächerstadt aufgehalten.

Flüchtlinge und Asylsuchende in der Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) bleiben in den Ergebnissen dieses Berichts übrigens meist unberücksichtigt, da die LEA lediglich als zentrales Drehkreuz bei der Verteilung von Asylsuchenden auf die Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs dient, in Karlsruhe jedoch keine dauerhafte Unterbringung dieser Personen erfolgt.

Weitere Informationen

Der Bericht „Bevölkerung in Karlsruhe 2017“ steht Interessierten online zur Verfügung (s. Links).

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