Stromspar-Check geht in die nächste Runde

Stromspar-Check geht in die nächste Runde. Foto: KEK

„Stromspar-Team“ der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur. Foto: KEK

Erfolgsmodell für Haushalte mit geringem Einkommen wird fortgeführt

Seit 2010 unterstützen die Stromsparhelfer der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) jährlich rund 340 Haushalte mit geringem Einkommen dabei, ihren Energieverbrauch zu senken. Durch die kostenlose Beratung werden nicht nur die Teilnehmerinnen und Teilnehmer finanziell entlastet, sondern auch die CO2-Bilanz der Stadt messbar verbessert. Nun ist die Finanzierung des Projekts für mindestens zwei weitere Jahre gesichert. Die Mittel dafür kommen von der Stadt Karlsruhe und vom Bund. Teilnehmen können alle Karlsruher Haushalte, die Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Grundsicherung oder Wohngeld beziehen oder den Karlsruher Pass haben.

Nach der Anmeldung zum Stromspar-Check messen die ausgebildeten Stromsparhelfer dann bei einem ersten Besuch die Verbrauchswerte von Kühlschränken, Lampen, Computern oder Fernsehgeräten. Beim zweiten Besuch erhält der Haushalt bei Bedarf kostenlose Energie- und Wassersparartikel sowie praktische Tipps für weitere Einsparmöglichkeiten. So zum Beispiel beim Heizen und Lüften, Kochen oder Waschen. „Mit diesen Soforthilfen kann jeder Haushalt jährlich im Durchschnitt 100 Euro an Energie- und Wasserkosten einsparen“, betont Projektleiterin Monika Wilkens von der KEK. „Mit jedem Check werden zudem – über die Lebensdauer der Soforthilfen gerechnet – rund zwei Tonnen CO2-Emissionen vermieden.“

Sollte der Stromspar-Check übrigens ergeben, dass das Kühlgerät mehr als zehn Jahre alt ist und durch die Anschaffung eines Neugerätes mit der Energieeffizienzklasse A+++ mindestens 200 kWh Strom im Jahr eingespart werden könnten, ist auch ein Austausch möglich. Ab sofort stehen wieder städtische Mittel für den Tausch von etwa 180 Kühlgeräten pro Jahr bereit.

Der Stromspar-Check ist ein Verbundprojekt des Deutschen Caritasverbands und des Bundesverbands der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) und wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert.

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