Sag mir, wo die Falter sind

Kohlweißling. Foto: cg

Kohlweißling. Foto: cg

Aurorafalter im April beobachten und gleich per App melden – 3,3 Millionen Datensätze zu bundesweiten Vorkommen von Schmetterlingen bereits zusammengetragen.

Mindestens 60 Schmetterlingsarten sind in Deutschland bereits ausgestorben, 494 weitere Arten sind vom Aussterben bedroht bzw. unterschiedlich stark gefährdet. Für einen effektiven Schutz sind ausreichend Daten über Artenzahlen, Auftreten und Gefährdungsursachen unerlässlich. Dank der neuen App „Schmetterlinge Deutschlands“ können jetzt alle Interessierten dabei mithelfen, Daten zu den Vorkommen einheimischer Schmetterlingsarten zu sammeln. Für Einsteigerinnen und Einsteiger eignen sich hier beispielsweise die auffallend weiß und orange gefärbten Männchen des Aurorafalters. Die Tagfalter sind an sonnigen Apriltagen auf Wiesen und an Gehölzrändern gut zu beobachten und können per App oder über das Internetportal „Schmetterlinge Deutschlands“ gemeldet werden (s. Links).

Ehrenamtliche Artenkennerinnen und Artenkenner, Forschende, Institutionen und Behörden steuern auf diese Weise Daten zu aktuell insgesamt 3.999 verschiedenen Schmetterlingsarten bei. Darunter sind neben den 3.682 in Deutschland vorkommenden Arten weitere 317 Arten aus Österreich und der Schweiz digital gesammelt. Die Arten werden nach verschiedenen Merkmalen wie Farbe, Muster und Vorderflügellänge erfasst. Anschließend werden die Daten von Expertinnen und Experten geprüft und online auf Verbreitungskarten zur Verfügung gestellt. Sie bilden die Grundlage für die Erstellung der Roten Liste der Schmetterlinge Deutschlands. Bislang sind bereits 3,3 Mio. Datensätze zusammengekommen. Online kann jeder die Verbreitung einzelner Arten auf einer Deutschland-Karte, aufgeschlüsselt nach Erfassungszeiträumen, nachvollziehen.

Die App „Schmetterlinge Deutschlands“ kann auf Android und iOS-betriebenen Smartphones kostenfrei heruntergeladen werden.

Weitere Informationen

Die App wurde entwickelt über ein vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit unterstütztes Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe und der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und dem Museum für Tierkunde in Dresden. Es hat zum Ziel, bundesweit die Daten über das Vorkommen der einheimischen Schmetterlingsarten zusammenzutragen und die zukünftige Datenerfassung durch ehrenamtliche Artenkennerinnen und Artenkenner zu erleichtern. Spezialistinnen und Spezialisten aus allen Bundesländern beteiligen sich an diesem Kooperationsprojekt mit dem Titel „Schmetterlinge Deutschlands“.

Aktuelle TOP-Themen auf Durlacher.de

Bei der 2-Waben-Zone für das Karlsruher Stadtgebiet bleibt der Ticketpreis stabil – dies gilt für 1 bis 3 Waben. Foto: cg

Karlsruher Verkehrsverbund passt seine Tarife zum 1. August an

Der Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) passt zum 1. August 2022 seine Tarife an. Maximal 2,34 Prozent müssen Fahrgäste dann mehr für ihre Fahrkarte…

mehr
(v.l.) Simone Allinger (Mitgliederverwaltung), Daniel Jeftic (Stellvertreter), Christine Weissert (Geschenkgutschein), Marcus Fränkle (Stellvertreter), Scharyar Essari (Vorstand), Maike Eberstadt (Stellvertreterin) und Inka Sarnow (Finanzen). Foto: pm

Mitgliederversammlung: DurlacherLeben setzt auf Beständigkeit

Auf der Mitgliederversammlung von DurlacherLeben wurde mit der Wiederwahl des bisherigen Vorstands noch einmal auf Beständigkeit gesetzt, zugleich…

mehr
„Breakdance“ darf auf der Karlsruher Mess´ nicht fehlen. Foto: cg

Volksfeststimmung auf dem Karlsruher Messplatz

Nach zweijäh­ri­ger Pande­mie­pause kehrt endlich wieder die große Früh­jahrs­mess´ auf den Karlsruher Messplatz zurück und bietet ­vom 26. Mai bis 6.…

mehr

Neue Galerien

Weitere Fotos und Videos aus Durlach und Umgebung: Alle Galerien