Wie geht es mit dem Basketballkorb im Weiherhof weiter?

Die Kinder vermissen ihren Basketballkorb im Weiherhof. Fotos: cg

Die Kinder vermissen ihren Basketballkorb im Weiherhof. Fotos: cg

Im Juni berichteten wir über die Kinder im Weiherhof, die ihren viel genutzten Basketballkorb vermissen. Dieser wurde abgebaut, da Anwohner sich vom Lärm des Ballspiels belästigt gefühlt hatten (s. Artikel zum Thema).

Die Ortschaftsratsfraktion der Grünen griff nun das Problem auf: „Seit Jahren sucht der Ortschaftsrat nach Möglichkeiten, auch Jugendlichen im Zentrum Durlachs attraktive Angebote zum Verbleib zu machen. Nun wurde das kleine Basketballfeld im Weiherhof ganz unverhofft zu einem solchen altersübergreifenden Treffpunkt, der positiv angenommen wurde.“

In ihrem Antrag forderte die Partei die Verwaltung auf zu prüfen, ob sich durch Einbau eines Sportbelages die Lärmbeeinträchtigung am bisherigen Standort im Weiherhof derart verringern ließe, dass Basketballspielen dort wieder möglich sei. Alternativ sollte ein Standort am östlichen Rand des Geländes in der Nähe der Marstallstraße geprüft werden. Falls das Basketballfeld sich in der Weiherhofumgebung nicht realisieren lassen würde, sollte nach dem Wunsch der Grünen ein Sportbelag beim Basketballkorb am Schlossplatz eingebaut werden. Mit Kosten von 18.000 Euro müsste laut Antrag hierfür gerechnet werden.

Bauantrag zur nachträglichen Legitimierung der Gesamtanlage

Die Stadtverwaltung nahm in der vergangenen Ortschaftsratssitzung nun Stellung dazu. Der Basketballplatz sei nicht von Anfang an Teil des Spielplatzes im Weiherhof, sondern wurde erst im Jahre 2012 nach Abstimmung mit dem Ortschaftsrat auf einer Asphaltfläche, die ursprünglich für ein Containerprovisorium angelegt war, installiert. Nicht die Spielaktivitäten auf dem gesamten Areal seien Gegenstand der Reklamation des Nachbarn gewesen, sondern das permanente Aufprallen der Basketbälle. Die umgebende Bebauung (Weiherhofhalle, Feuerwehr, Schülerhort etc.) sei genehmigt, südlich der Weiherstraße sei ein allgemeines Wohngebiet festgesetzt. In allgemeinen Wohngebieten sind Spielanlagen grundsätzlich zulässig. Insofern gehe die Verwaltung davon aus, dass der Gesamtbestand der Spielanlage nicht gefährdet sei. Die Verwaltung schlug deshalb vor, einen Bauantrag zur nachträglichen Legitimierung der Gesamtanlage zu stellen.

In diesem Zusammenhang könne auch entschieden werden, ob man den Basketballkorb in einer niedrigeren Höhe mit dem Ziel aufhängt, die Hauptnutzergruppe der Kinder (bis 14 Jahre) primär anzusprechen. Trainingsinteressierte Basketballer würden dann auf andere Standorte ausweichen. „Diese Variante würde auch ein gewisses Entgegenkommen gegenüber dem Einsprecher signalisieren“, so die Verwaltung.

Die vielfältigen Reaktionen auf das Abhängen des Basketballkorbs habe im Nachhinein die Wichtigkeit und Bedeutung dieses Spielelementes unterstrichen (Durlacher.de berichtete). Ein Mediationsversuch scheiterte bisher.

Der von den Grünen vorgeschlagene Einbau eines Sportbelags, um die Lärmbeeinträchtigungen am bisherigen Standort zu verringern, wurde laut Stadtverwaltung geprüft und festgestellt, dass der Einbau eines solchen Belags als Kunststoffbeschichtung nach einem vorhandenen Gutachten nur unwesentlich den Lärm reduzieren würde. Auch der vorgeschlagene neue Standort am östlichen Rand würde schalltechnisch im Hinblick auf die vorhandene Wohnbebauung keine Verbesserung bringen.

Schlossplatz scheidet aus

Der vorgeschlagene Umbau mit einem geeigneten Sportbelag beim Basketballkorb am Schlossplatz würde insoweit als kurz- bis mittelfristige Lösung ausscheiden, da dieser Bereich als Ersatz für den Pausenhof der Schloss-Schule benötigt und während der Neu- und Umbauzeit mit einer Zaunanlage versehen werden würde (s. Artikel zum Thema). Zudem sei dieser Platz auch nicht als Kinderspielplatz ausgewiesen.

Insoweit schlägt die Verwaltung vor, die vorhandene Basketballanlage unter Berücksichtigung von Verbesserungen der Lärmintensität baurechtlich abzusichern.

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