„Ein Riesenschritt für Karlsruhe“ – App soll digitale Dienste für Bürger bündeln

digital@KA: Ein großes Netzwerk aus Stadtverwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft möchte Karlsruhe zur Zukunftskommune machen. Fotos: cg

digital@KA: Ein großes Netzwerk aus Stadtverwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft möchte Karlsruhe zur Zukunftskommune machen. Fotos: cg

Karlsruhe ist digitale Zukunftskommune: Eine Multifunktions-App soll die Digitalisierung in der Karlsruher Bevölkerung voranbringen und zukünftig zahlreiche Services vereinen.

Beim Umtrunk im Karlsruher Rathaus konnte man am Dienstagmittag (8. Mai 2018) in zufriedene Gesichter blicken. Die Stadtverwaltung und ihre Partner des Projekts „digital@KA“ hatten auch allen Grund zu feiern. Stolze 880.000 Euro beträgt die Landesförderung, die der Karlsruher Delegation am Donnerstag durch Innenminister Thomas Strobl als Urkunde überreicht wurde (s. Artikel zum Thema). Nun ist Karlsruhe also „digitale Zukunftskommune“. „Nicht nur als Stadt, sondern auch als Technologieregion haben wir hervorragend abgeschnitten“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup stolz. Das Projekt sei ein Riesenschritt für Karlsruhe.

Portal für alle digitalen Dienste

Konkret geht es um eine Multifunktions-App, die gemeinsam durch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickelt werden soll. Unter dem Arbeitstitel „digital@KA“ ist eine Plattform zwischen der analogen und digitalen Welt in Karlsruhe geplant. „Die App soll ein Portal für alle digitalen Dienste sein“, so Markus Losert, der das Amt für Informationstechnik und Digitalisierung der Stadt Karlsruhe leitet – übrigens das erste Amt dieser Art in Baden-Württemberg. Nach einer einmaligen Registrierung sollen Bürger kostenlos Zugriff auf allerlei Services erhalten, die weit über den bisherigen Umfang einer Stadtverwaltung hinausgehen. Die Einbindung des Nahverkehrs oder auch Kultureinrichtungen durch Ticket-Verkäufe sind angedacht. Schnittstellen sollen dabei zu bestehenden Apps genutzt werden, insbesondere sollen Design und Inhalte der App durch den Nutzer bestimmt werden können. Als langfristiges Ziel sei auch die Einbindung von „Service-BW“ geplant, so Losert. Dies ist das Serviceportal des Landes und der Kommunen in Baden-Württemberg. Gelingt dies, wäre beispielsweise die Beantragung eines neuen Reisepasses über die App möglich.

Ganz wichtig: der Datenschutz bei „digital@KA“. Um diesen stets zu gewährleisten sei von Anfang an der Landesbeauftragte für den Datenschutz in das Projekt involviert, betont Losert. Denn klar ist: Nur wenn die App sicher und zu fairen Nutzungsbedingungen angeboten wird, kann sie sich bei den Karlsruher Bürgern durchsetzen und den Weg auf deren Smartphones finden.

Direkte Partizipation

„Wir werden in eine ganz andere Kommunikation mit den Bürgern eintreten“, ist sich Mentrup sicher. Wie diese Zukunftsidee umgesetzt funktioniert, davon konnte sich eine Delegation der Stadtverwaltung bereits in Tel Aviv überzeugen. Mit der „DigiTel Resident Card“ ist dort die Digitalisierung in der Bevölkerung unmittelbar angekommen (s. Links). Wie dies in der Fächerstadt gelingen wird, werden die nächsten drei Jahre zeigen. Dieser Zeitrahmen ist für die Umsetzung der App eingeplant.

Weitere Informationen

Vermarktet und koordiniert wird das Projekt „digital@KA“ durch die Stadtverwaltung, das FZI stellt die Datenplattform und um die Entwicklung passender Geschäftsmodelle kümmert sich das Cyberforum. Bei der konkreten App-Umsetzung kommt dann das Expertenwissen von CAS zu tragen und ISB soll die Anbindung von „Service-BW“ verwirklichen.

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