Betriebsergebnis erneut gesteigert: Volksbank Karlsruhe blickt mit Zuversicht auf die kommenden Jahre

Volksbank Karlsruhe – Hauptverwaltung. Foto: pm

Volksbank Karlsruhe – Hauptverwaltung. Foto: pm

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und blicken voller Zuversicht auf die kommenden Jahre.“

Andreas Lorenz, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Karlsruhe eG, lässt bei der Bilanzpressekonferenz seines Hauses keinen Zweifel daran, dass er das Karlsruher Traditionshaus auch auf mittlere Sicht bestens aufgestellt sieht. Denn während sich über weiten Teilen der Branche aufgrund der politisch gewollten Phase historischer Niedrigzinsen zunehmend dunkle Wolken zeigen, hat die Volksbank Karlsruhe im Geschäftsjahr 2017 ihr Teilbetriebsergebnis als wichtigsten Erfolgsindikator erneut gesteigert, und zwar auf 21,2 Millionen Euro. Der Wert berücksichtigt auch die im Berichtsjahr rückwirkend zum 1. Januar 2017 vollzogene Verschmelzung der Volksbank Karlsruhe mit der Spar- und Kreditbank eG (SKB).

Aufsichtsrat und Vorstand der Volksbank Karlsruhe können der Vertreterversammlung Anfang Juni daher erneut eine Dividende von 4 Prozent auf die Geschäftsanteile der gut 46.000 Mitglieder vorschlagen.

Kreditnachfrage ungebremst

Auch im Jahr 2017 hat sich die Immobilien-Nachfrage und somit der Wunsch nach entsprechenden Finanzierungsangeboten positiv auf die Volksbank-Zahlen ausgewirkt. So stieg das Volumen neu vergebener Kredite spürbar auf 398,8 Millionen Euro. Der gesamte Kreditbestand der Volksbank Karlsruhe – einschließlich der früheren SKB – durchbrach mit 2,07 Milliarden Euro erstmals die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze (Vorjahr: 1,99 Milliarden Euro), getragen von Zuwächsen bei Gewerbebaufinanzierungen von 763 Millionen Euro sowie Baukrediten für Privatkunden von 855,8 Millionen Euro. Bei den Kundeneinlagen stieg der Bestand von 1,98 Milliarden Euro auf 2,10 Milliarden Euro.

Multikanalzugang gewinnt weiter an Bedeutung

Der Struktur und den Nutzungsgewohnheiten ihrer Kunden folgend, setzt die Volksbank Karlsruhe im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie künftig auf drei Säulen im Bankgeschäft: persönliches Banking, digital-persönliches Banking (Stichwort: Videoberatung oder Video-Chat) und rein digitales Banking.

„Nach wie vor gibt es viele Menschen, denen nicht nur die räumliche Nähe zu ihrem Finanzdienstleister wichtig ist, sondern vor allem auch die emotionale Nähe. Und gerade letztere steht in absolut keinem Widerspruch zum digitalen Angebot unseres Hauses“, erklärt Andreas Lorenz. Ziel ist es, den Kundinnen und Kunden jeden gewünschten Zugangskanal zur Bank zu öffnen und diese gleichzeitig so miteinander zu verzahnen, dass Medienbrüche ausgeschlossen sind. Die Volksbank Karlsruhe hat sich daher entschieden, das bisherige Telefoncenter deutlich aufzuwerten, es zu einem Kunden-Dialog-Center auszubauen und mittelfristig als eigene Multikanal-Einheit mit Vertriebsverantwortung im Unternehmen zu positionieren.

„Ob per WhatsApp, E-Mail, Online-Banking, Chat, Video oder Telefon – unsere Kunden alleine entscheiden künftig, wie sie in Kontakt mit uns treten und welche Form der Beratung sie wünschen“, sagt Andreas Lorenz. So wird es bei der Volksbank Karlsruhe noch in diesem Jahr möglich sein, ein Girokonto einzig per Videostream von zu Hause aus zu eröffnen, ohne dafür persönlich in der Filiale vor Ort zu erscheinen.

Die künstliche Intelligenz in der Beratung

Mit neuen Wegen befasst sich die Volksbank Karlsruhe auch beim Thema Vermögensanlage. So prüft das Kreditinstitut derzeit die Einführung eines so genannten Robo-Advisory, also einer Art „Beratungsroboter“, der über die Website der Bank für jeden zugänglich ist. Der „digitale Berater“ stellt dem Kunden gezielte Fragen zum geplanten Sparvorhaben, etwa über die Höhe der monatlich gewünschten Sparrate, die Risikopräferenz oder zu den Erfahrungswerten bei der Geldanlage in Aktienfonds. Auf dieser Grundlage empfiehlt das System dann ein für den Kunden passendes Fonds-Portfolio – basierend einzig auf dem Abgleich der eingegebenen Daten mit den vorgegebenen Algorithmen. „Das Verblüffende daran ist, dass diese Empfehlungen einer künstlichen Intelligenz den Vergleich zu den Ergebnissen ihrer menschlichen Kollegen absolut nicht scheuen müssen“, betont Andreas Lorenz, und verweist auf entsprechende Erfahrungen von Pilotbanken.

Weiterer Vorteil: Dank niedriger Kosten der Online-Vermögensverwaltung können Kunden schon mit deutlich geringeren Einstiegsraten als bisher an der Entwicklung von Aktien, Fonds oder anderer Wertpapiere teilhaben. „Wir haben hier sicher noch einige Vorarbeiten zu erledigen, sehen in der künstlichen Intelligenz aber mit Blick auf die nahe Zukunft einen unverzichtbaren Bestandteil unserer Bankberatung“, sagt Lorenz.

Geld überweisen so einfach wie eine WhatsApp-Nachricht

Bei weitem keine Zukunftsmusik mehr sind die besonderen Fähigkeiten der VR-Banking-App der Volksbank Karlsruhe. Denn neben den Standards wie Kontocheck, Überweisungsauftrag oder Depotverwaltung hält die „mobile“ Filiale zahlreiche weitere praktische Lösungen parat, darunter die Anwendung „Geld senden und anfordern“. Sie ermöglicht es, kleinere Geldbeträge so leicht wie eine Kurznachricht zu versenden: Einfach in der Banking-App den Empfänger aus der Kontaktliste auswählen, einen Betrag bis maximal 25 Euro eingeben und auf „senden“ klicken. Fertig.

„Damit bieten wir für einen Großteil der deutschen Bevölkerung einen der smartesten Bezahlservices an. Denn dieses Verfahren funktioniert nicht nur innerhalb der genossenschaftlichen Finanzgruppe mit ihren rund 900 Volksbanken und Raiffeisenbanken, sondern mittlerweile auch übergreifend im Verbund mit den deutschen Sparkassen“, erklärt Andreas Lorenz, selbst überzeugter Nutzer dieses Verfahrens.

Für die Versorgung mit Bargeld bietet die VR-Banking-App der Volksbank Karlsruhe ebenfalls eine einfache und außergewöhnliche Lösung. So genügen einzig das Smartphone und eine Geheimzahl, um dem Geldautomaten Bares zu entlocken – eine „mobile Auszahlung“ also, ganz ohne Bankkarte. Und wer mal eben unterwegs eine Rechnung überweisen möchte, hat es mit der Funktion „Scan to Bank“ mehr als leicht: Einfach die Rechnung abfotografieren und schon sind alle relevanten Rechnungsdaten automatisch in der Überweisungsmaske platziert. Das Eintippen schier endloser Zahlenfolgen wie der IBAN gehört damit der Vergangenheit an.

Für die nötige Sicherheit dieser Transaktionen sorgt die TAN-App „VR-Secure Go“. Über sie sendet das Rechenzentrum eine Transaktionsnummer (TAN) zur Freigabe der Online-Überweisung direkt an das Mobilgerät. „Diese Trennung von Bezahlfunktion und Authentifizierung ist das derzeit sicherste Verfahren im Online- und Mobile-Banking“, betont Lorenz.

Standort Mühlburg wird deutlich aufgewertet

Auch im digitalen Zeitalter setzt die Volksbank Karlsruhe auf die persönliche und qualifizierte Beratung ihrer Kunden vor Ort und dies an insgesamt 17 Standorten im Stadtgebiet. Eine besondere Bedeutung haben dabei die gegenwärtig vier Regionalfilialen in Durlach, Neureut, in der Südstadt (am Zoo) sowie in der Ludwig-Erhard-Allee: Sie alle sind erweiterte Kompetenzzentren und halten mit ihren Kapitalmarkt-, Baufinanzierungs-, Versicherungs- oder Bausparspezialisten ein besonderes Beratungsangebot vor. Ebenso profitieren Gewerbekunden von zusätzlichen Serviceleistungen wie der Einzahlung größerer Bargeldbestände an der so genannten Diskret-Kasse.

Um diese umfassenden Leistungen möglichst flächendeckend anzubieten, setzt die Volksbank Karlsruhe künftig auch für ihre rund 6.000 Kundinnen und Kunden im Karlsruher Westen auf eine Regionalfiliale. Hierzu wird der bestehende Standort im Stadtteil Mühlburg im laufenden Jahr umgebaut und zu einem neuen Kompetenzzentrum aufgewertet.

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