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Brückensanierung erfordert Sperrung der Hubstraße bis Oktober

Im Fokus der Sanierungsarbeiten steht die alte Stahlfachwerkbrücke. Fotos: cg / Kartendaten: OpenStreetMap-Mitwirkende

Die beiden Bahnbrücken der Hubstraße, die Durlach und das Gewann „Untere Hub“ miteinander verbinden, müssen saniert werden.

Darüber und über die geplanten Gesamtkosten von 870.000 Euro wurde der Durlacher Ortschaftsrat nun informiert. Der Baubeginn soll bereits Mitte April 2018 erfolgen.

Denkmalgeschützte Brücke im Fokus der Arbeiten

Die 1907 errichtete Brücke steht heute unter Denkmalschutz und überführt die Hubstraße über die Bahnstrecke Karlsruhe-Mühlacker. Es handelt sich um eine genietete Stahlfachwerkkonstruktion, die Verkehrslasten bis maximal 16 Tonnen trägt. Im Rahmen der regelmäßigen Brückenkontrolle wurde eine verstärkte Rostbildung an verschiedenen Bauteilen festgestellt. Der gesamte Korrosionsschutz der Brücke ist inzwischen großflächig abgewittert und es bestehen bereits Abrostungen.

Für den langfristigen Erhalt des Bauwerks ist auf Grund des nicht mehr vorhandenen Korrosionsschutzes zwingend eine umfängliche Instandsetzung notwendig. Die Maßnahme umfasst die Erneuerung des Korrosionsschutzes für die gesamte Stahlkonstruktion. Die bestehende Betonfahrbahnplatte wird dabei abgebrochen und nach Herstellung des Korrosionsschutzes im Fahrbahnbereich durch eine neue Stahlbetonplatte mit neuer Abdichtung ersetzt. Diese dient zusätzlich zur Lastverteilung, so dass örtlich durch Korrosion geschwächte Tragglieder entlastet werden. Eingriffe in die bestehende Konstruktion können damit vermieden werden. Die vorhandenen Widerlager werden wieder verwendet und lediglich im Bereich der Auflagerbalken saniert.

Weiträumige Umleitung für Autofahrer

Zur Durchführung der Korrosionsschutzmaßnahmen ist eine Einhausung der Brücke erforderlich. Hierzu muss der Überbau angehoben und außerhalb des Gleisbereichs längsverschoben werden. Die Hubstraße wird daher während der Bauausführung gesperrt sein. Auch die Pforzheimer Straße wird davon zeitweise betroffen sein. Für die Bauzeit ist von etwa fünf bis sechs Monaten auszugehen, in der die „Untere Hub“ für Autofahrer nur über eine weiträumige Umleitungsstrecke über das im Norden gelegene Gerwebegebiet erreichbar sein  wird (s. Grafik).

Fußgänger und Radfahrer werden in dieser Zeit über eine Behelfsbrücke geführt. Allerdings sind sie von der Sperrung für zwei Zeitabschnitte von jeweils 14 Tagen auch betroffen. Dann muss der Umweg über die Alte Weingartener Straße und dem nach links abzweigenden Feldweg genommen werden.

Bis Oktober soll die Sanierung beider Brücken abgeschlossen sein – ein langer Zeitraum für die dort beheimateten Durlacher Vereine.

von pm/cg veröffentlicht am

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