Einjährige Sanierungsphase abgeschlossen

Einjährige Sanierungsphase abgeschlossen. Foto: hs

Zufriedene Gesichter bei der Einweihung. Foto: hs

Schritt in die Zukunft: PSV Karlsruhe nimmt eigenes Blockheizkraftwerk in Betrieb.

Der Freitag war ein großer Tag für den Polizeisportverein Karlsruhe: Nach einjähriger Bauzeit konnte mit der Inbetriebnahme eines modernen Blockheizkraftwerks am 29. Juni 2018 die Sanierung der Vereinsanlagen in der Durlacher Edgar-Heller-Straße abgeschlossen werden.

Neben der kompletten Neuordnung der vorhandenen Sporthallenstruktur, stand die energetische Sanierung ganz oben auf der „To-Do-Liste“ des Karlsruher Traditionsvereins. Der 17 Jahre alte Heizkessel - mit Erdgas betrieben – war ineffizient, wies hohe Energieverluste und große Abwärmeverluste auf. Entstanden sind komplett neue Heizungs-, Wasseraufbereitungs- und Lüftungsanlagen sowie - in Kooperation mit den Stadtwerken Karlsruhe, die bei der Finanzierung der 600.000 Euro teuren Anlage mit einem Contracting-Modell zur Seite standen - ein modernes Blockheizkraftwerk. Der dort erzeugte Strom wird genutzt, um den Eigenverbrauch des Vereins zu decken, die anfallende Abwärme wird zur Warmwasserversorgung der Duschen und Heizungen verwendet. Die neue Anlage bietet zudem höhere Sicherheitsstandards in den Bereichen Wasserversorgung, Elektroinstallationen und Lüftungsanlagen.

Attila Horvat, aus dem Vorstand des Vereins, ist überzeugt: „Das Einsparpotenzial bei Wärmebedarf und Stromverbrauch liegt bei etwa 30 bis 40 Prozent der jährlichen Kosten. Sofern die Einsparpotenziale auch im Echtbetrieb eintreten, würden sich damit die angefallenen Investitionen durch die eingesparten Heizungs- und Stromkosten allein im Laufe von zehn Jahren quasi `von selbst` finanzieren.“ Die Gesamtinvestition des Vereins von knapp einer Million Euro verteilt sich zu 60 Prozent auf die energetische Sanierung der Vereinsanlagen und zu 40 Prozent auf die Umgestaltung der räumlichen Infrastruktur. Etwa zwei Drittel der Kosten werden von Stadt und Sportbund durch Zuschüsse getragen, den Rest konnte der Verein aus Mitgliederdarlehen vorfinanzieren. Die Gesamtdauer von Planung über Ausschreibung bis hin zur Umsetzung und Fertigstellung betrug zwölf Monate, die ersten Vorüberlegungen stammen schon aus dem Jahr 2014.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen in nur einem Jahr hat der Verein zwar etwas länger gebraucht, als vorher erwartet, aber bei der Komplexität der Unternehmung, dem Alter der zu sanierenden Gebäude und der Tatsache, dass alle Arbeiten im laufenden Sportbetrieb durchgeführt wurden, erstaunt das nicht. „Wir haben nie gewusst, was uns am nächsten Tag erwartet, wir haben in den Gebäuden viele `Überraschungen` gefunden, auf die wir reagieren mussten - das war nicht immer einfach, das Ergebnis ist jetzt jedoch absolut zufriedenstellend und bietet uns die Möglichkeit, den Verein in eine Zukunft zu führen“, so Horvat weiter.

Die Zukunft - das soll für den Polizeisportverein die Konzentration auf zwei große Standbeine sein: Zum einen Kampfsport und Selbstverteidigung, zum anderen der Bereich Gesundheit und Fitness. Die stetig steigenden Mitgliederzahlen sprechen eine deutliche Sprache und geben dem PSV mit dieser neuen, gezielten Ausrichtung mehr als recht.

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