Bürger können Verbreitung der Schweinepest aufhalten

Bürger können Verbreitung der Schweinepest aufhalten. Foto: cg

Symbolbild. Foto: cg

Mensch ist Risikofaktor bei Verschleppung / Maßnahmenkatalog des Ministeriums.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine nur bei Schweinen vorkommende gefährliche Seuche, die sich seit einigen Jahren in Osteuropa ausbreitet und in Richtung Deutschland auf dem Vormarsch ist. Eine Übertragung von Tier zu Tier ist besonders durch den Kontakt mit Schweinen möglich, die an der Pest verendet sind. Die Verbreitungsgeschwindigkeit der Seuche über die Tiere ist allerdings gering.

Wie die Veterinäre des städtischen Ordnungs- und Bürgeramts mitteilen, besteht für den Menschen selbst keine Gefahr, sich anzustecken oder zu erkranken. Aber er ist ein Problemfall bei der Verbreitung, indem er etwa im Reiseverkehr über verschmutzte Fahrzeuge oder Kleidung und besonders durch arglos in der Natur entsorgte Lebensmittelreste zu einer Verschleppung des Virus über große Strecken beiträgt. Der Erreger bleibt zum Beispiel in Räucherschinken und Rohwürsten, die als Reiseproviant aus Osteuropa mitgebracht werden, über Monate infektiös.

Ein Ausbruch der ASP in der heimischen Wild- und insbesondere Hausschweinepopulation hätte dramatische wirtschaftliche Folgen für die Landwirtschaft und den Handel. Vorbeugemaßnahmen an Park- und Rastplätzen, Bahnhöfen und Grenzübergängen sind deshalb besonders wichtig. Die städtischen Veterinäre appellieren an Urlauber, Lebensmittelreste nur in verschlossene Abfallbehälter zu werfen, besonders wenn sie sich auf der Rückreise aus Ländern wie den baltischen Staaten, Polen, der Tschechischen Republik, Rumänien oder der Ukraine befinden.

Minister Peter Hauck hat einen 12-Punkte-Plan gegen die Afrikanische Schweinepest vorgelegt, in dessen Kern die Reduzierung der heimischen Schwarzwildbestände und eine Früherkennung der Seuche stehen. Der Maßnahmenplan und weitere Infos zur Afrikanischen Schweinepest stehen auf der Internetseite des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (siehe Links).

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