Viele Tausend Stunden freiwillig geholfen

Viele Tausend Stunden freiwillig geholfen. Foto: ASB Region Karlsruhe

Weiter nach vorn | Die Mitgliederversammlung des ASB e.V. Region Karlsruhe hat den Vorstand und die Regionale Kontrollkommission im Amt bestätigt. Foto: ASB Region Karlsruhe

Gut 20.000 Stunden steckten freiwillige Helfer des ASB e.V. Region Karlsruhe 2017 ins Ehrenamt | Zahlen zur Mitgliederversammlung

„Viele Dienste könnten ohne euer Zutun nicht erbracht werden.“ Das sagte Carsten Schmidt Dienstagabend an die Helfer des ASB Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe gerichtet. In einem Rückblick auf 2017 stellte der Erste Stellvertretende Vorsitzende des ASB Karlsruhe die Bereitschaft der Helfer, Freizeit zu investieren, als unverzichtbar heraus. Allein im Bevölkerungsschutz und für die Sanitätsdienste könne man auf 120 Aktive zählen. Bilanz der Sanitätsdienste im abgelaufenen Jahr: 197 Einsätze und 4.843 geleistete Stunden. „Zusammen haben alle ASB-Kräfte in unserer Region mehr als 20.000 Stunden im Ehrenamt geleistet“, so Schmidt, „und das begeistert uns!“.

Christoph Nießner schaute als Vorsitzender des ASB Karlsruhe auf den Wohlfahrtsverband ASB und stellte die stationäre Pflege als Sektor heraus, „der gut läuft“. Zum Neubau in Bretten sagte Geschäftsführer Dr. Andreas Bröker: „Für unsere Seniorenresidenz dort laufen die Detailplanungen, wir gehen plangemäß von einer Inbetriebnahme im Sommer 2019 aus.“ Nießner stellte klar, dass er ungeachtet des Engagements in der stationären Pflege zum „Wachstumssektor“ ambulante Pflege steht: Wer pflegebedürftig sei, solle so lange wie möglich selbstständig zuhause leben können. Um hier zu helfen, stünden die Teams der ASB-Sozialstationen in Karlsruhe und Bruchsal für jeden bereit.

Vorstand: personelle Konstanz, fachlich erweitert

Die Mitgliederversammlung bestätigte Christoph Nießner als Vorsitzenden, Schmidt als Ersten Stellvertreter des ASB Baden-Württemberg e.V. Region Karlsruhe. Im auf acht Köpfe erweiterten Vorstand ist mit Elke Häußler nun wieder eine Verbandsärztin vertreten. Die Mitgliederversammlung bestätigte alle drei Mitglieder der so genannten Regionalkontrollkom-mission im Amt und bestimmte per Wahl zudem 14 Delegierte, die die Region bei der ASB-Landeskonferenz vertreten sollen: am 9. Juni in Esslingen, turnusgemäß nach vier Jahren.

Geschäftsführer Andreas Bröker nannte in seiner Bilanz die Neuerungen beim Personal: „Es gibt bei uns nun erstmals eine Jugend- und Ausbildungsvertretung, kurz JAV, ergänzend zum Betriebsrat wurde eine Schwerbehindertenvertreterin gewählt. Wir haben im Laufe des Jahres zudem einen Gebäudemanager eingestellt, einen zweiten Kollegen ins Team Qualitätsmanagement Pflege geholt sowie unsere Pressearbeit personell verstärkt.“ Dennoch gibt es Vakanzen. Hierzu ergänzte der Vorsitzende Nießner: „In unseren Reihen werden noch gut 20 Kolleginnen und Kollegen für die Pflege gebraucht und wir besetzen gerne noch zehn weitere Plätze im Rettungsdienst.“

ASB-Präsenz in Langensteinbach und Baden-Baden

Im seinem Abriss zu den Rettungsdienst-Aktivitäten des ASB war die Paracelsus-Klinik in Durlach ein Thema: „Mit der Paracelsus geht uns ein langjähriger fester Partner verloren“, sagte er. Mit Blick auf den Sicherstellungsauftrag für die Notfallrettung am Ort erläuterte Christoph Nießner, wie man es auffangen wolle, dass die Durlacher Klinik als Standort für das Notarzteinsatz-Fahrzeug (NEF) wegfällt: „Wir sind darüber gemeinsam mit Karlsruher Kliniken im Gespräch.“ Die Kliniken sollen – wie es bisher die Paracelsus-Klinik tat – den Tagdienst übernehmen, der ASB bietet an, wie bisher den Nachtdienst abzudecken. Darüber hinaus kann der Notarzt am Tag im ASB-Gebäude einen Bereitschaftsraum erhalten.

Das Notarzteinsatz-Fahrzeug in Karlsbad-Langensteinbach hat sich laut Nießner „gut etabliert“. Zur neuen ASB-Rettungswache in Baden-Baden/Oos sagte er: „Hier sind wir durch die Investition im Minus, die Budgetverhandlungen allerdings laufen.“ Was Karlsruhe anbelange, suche man weiter ein Gebäude für eine Rettungswache in der Innenstadt. Für die ASB-Wache in Durlach sei, so Nießner, eine Bauvoranfrage gestellt, um die Wache gemäß den neuen Vorschriften erweitern zu können.

Kontroll-Instanz der Mitglieder sieht korrektes Arbeiten

Für die Regionalkontrollkommission, die ein Aufsichtsgremium im Dienste der Mitglieder ist, bescheinigte Dr. Wolfgang Stüber den ASB-Verantwortlichen am Ort, „sauber zu arbeiten“. Mindestens ein Mitglied der Kommission nimmt an den Vorstandssitzungen teil. „Insofern kann ich eine Entlastung von Vorstand und Geschäftsführung guten Gewissens empfehlen“, so Stüber. Entsprechend gaben die versammelten Mitglieder beiden Instanzen formal das „Go“ und erteilten allen Personen, die auch bisher schon eine Funktion im Vorstand ausfüllten, jeweils das Mandat für eine weitere Amtszeit.

Einsatzzahlen Ehrenamt: Bevölkerungsschutz heißt auch Materialpflege

Parallel zu den eingangs erwähnten Sanitätsdiensten brachten es die „Schnell-Einsatz-Gruppen“ (SEG) in drei Einsätzen auf 108 Stunden. 570 Stunden in 32 Arbeitseinsätzen kamen zur Pflege der technischen Materialien hinzu. „Mit Sanitätsdiensten, SEG-Einsätzen und Materialpflege für den Bevölkerungsschutz allein“, so Ehrenamts-Koordinator Schmidt, „kamen wir 2017 auf über fünfeinhalbtausend Stunden Ehrenamt. Beinahe ebenso hoch, 4.772 Stunden, war die Zahl für Aus- und Fortbildungen sowie Einsatzübungen. Hier haben die Teilnehmer an 95 Terminen ihre Freizeit investiert. Darüber hinaus leisteten unsere Aktiven dieser Sparte noch über 700 Stunden Bereitschaftszeit , als im Frühjahr in Baden-Baden der G20-Gipfel der Finanzminister und Notenbankgouverneure stattfand.“

Ebenfalls startklar: ASB-Helfer auf vier Pfoten

Last but not least sind die Teams zu nennen, zu denen vierbeinige Helfer zählen. Neben der ASB-Rettungshundestaffel hat sich auch der Besuchshundedienst des ASB Karlsruhe neu formiert. Carsten Schmidt, zuversichtlich: „In Kürze bieten wir wieder regelmäßig Besuche in unseren Pflegeeinrichtungen an, die Teams freuen sich darauf und auch unsere vierbeinigen Helfer stehen in den Startlöchern.“ Insgesamt 20 Helferinnen und Helfer mit elf Hunden engagieren sich in Karlsruhe in der Rettungshundestaffel und für den Besuchshundedienst des ASB. Die neuen Aktiven fanden durch Mundpropaganda und die Informationen auf der Homepage zum ASB, den in der Region Karlsruhe mehr als 20.000 Mitglieder unterstützen.

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