Teilhabe von Jugendlichen in Karlsruhe stärken

Straßenbahn in der Pfinztalstraße. Foto: cg

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Vollversammlung der Jugendverbände will kostenloses Nahverkehrsticket für Schüler, Auszubildende und Freiwilligendienstleistende.

Die Vollversammlung der Karlsruher Jugendverbände, die im Stadtjugendausschuss e. V. (stja) organisiert sind, hat den stja-Vorstand beauftragt, sich für ein kostenloses Ticket im öffentlichen Nahverkehr für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Freiwillligendienstleistende in Karlsruhe einzusetzen. „Dazu sucht sich der Vorstand Mitstreiterinnen und Mitstreiter in Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft“, heißt es in einem Positionspapier, das die Vollversammlung einstimmig verabschiedet hat.

Die Karlsruher Jugendverbände mit rund 40.000 Mitgliedern greifen damit das Anliegen einer Gruppe von Jugendlichen aus der Jugendkonferenz im März 2018 auf (s. Artikel zum Thema). Die Gruppe hatte gravierende Ungerechtigkeiten zwischen den Tarifen des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) für Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende festgestellt. Die Gruppe forderte, die entsprechende Tarife für die ScoolCard und die Auszubildendenkarten zu senken und an die Studikarte anzugleichen.

„Wir setzen uns für die echte Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen ein“, so der stja-Vorsitzende Daniel Melchien. Mobilität sei dabei für den stja eine wesentliche Voraussetzung für die Teilnahme an Bildungs- und Kulturangeboten, an der Freizeitgestaltung und zur Pflege sozialer Kontakte. Es genüge deshalb nicht, vergünstigte Eintritte anzubieten. Kinder und Jugendliche müssten die Angebote auch ohne Barrieren erreichen können. Mit Blick auf die KVV-Tarife sei dies aber nicht möglich, betont Daniel Melchien. Die Möglichkeit einer verbilligten ScoolCard greife zudem zu kurz. Der Abokauf bleibe vielen Familien verwehrt, bei denen der KVV aufgrund von Schufa-Einträgen keine Ratenzahlung akzeptiere.

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