Erneut gemeinsame Schwerpunktkontrolle von VBK und Polizei

Die Verkehrsbetriebe und das Polizeipräsidium Karlsruhe führten gestern Abend eine weitere Schwerpunktkontrolle durch. Foto: VBK

Die Verkehrsbetriebe und das Polizeipräsidium Karlsruhe führten gestern Abend eine weitere Schwerpunktkontrolle durch. Foto: VBK

Die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) und die Polizei Karlsruhe haben gestern Abend (6. April 2018) erneut eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle im Tram- und Stadtbahnverkehr durchgeführt.

Bei der Aktion waren über 40 Polizeibeamte und mehr als 40 Fahrscheinprüfer im Einsatz. Ziel der Großkontrolle war es, das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu stärken und Straftaten zu verhindern. Räumlicher Schwerpunkt der gestrigen Kontrolle, die rund sieben Stunden dauerte, war wieder der Innenstadtbereich zwischen Europaplatz, Hauptbahnhof und Kronenplatz.

Seit zwei Jahren setzen die VBK und Polizei solche Kontrollmaßnahmen regelmäßig um (s. Artikel zum Thema). „Auch bei der nun bereits fünften gemeinsamen Kontrollaktion hat sich der präventive Konzepteinsatz bewährt“, zog Rolf Geckle, der Einsatzleiter der Polizei, erneut eine positive Bilanz der gestrigen Einsatznacht, die am Samstagmorgen gegen 3 Uhr endete.

„Mit der Zusammenarbeit zwischen VBK und der Karlsruher Polizei bündeln wir unsere Kompetenzen und Stärken. Die Kontrollen bieten für die eingesetzten Polizeibeamten eine gute Möglichkeit, Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen durchzuführen und damit den Druck auf potentielle Straftäter hoch zu halten. Daher freuen wir uns bereits jetzt auf weitere Kontrollen im laufenden Jahr“, so Geckle. Auch bei den Bürgern kommt die Aktion gut an. „Die Fahrgäste begrüßen die sichtbare Polizei-Präsenz gerade in den Abend- und Nachtstunden. Das zeigen auch die Rückmeldungen, die wir erhalten“, machte der Einsatzleiter deutlich.

Im Rahmen der Großkontrolle unterstützten die Polizistinnen und Polizisten die VBK-Mitarbeiter bei der Feststellung von Personalien und verfolgten in eigener Zuständigkeit Straftaten und Ordnungswidrigkeiten in den öffentlichen Verkehrsmitteln und im Haltestellenbereich.

VBK verzeichnen 224 Beanstandungen

„Die VBK sind mit dem Verlauf der Kontrolle auch dieses Mal sehr zufrieden“, bilanzierte Mary Joyce, Leiterin des VBK-Fahrausweisprüfdienstes, den gestrigen Einsatz. „Der Fokus unserer Arbeit lag erneut darauf, das so genannte Erschleichen von Leistungen aufzudecken und zu ahnden.“ Insgesamt gab es 224 Beanstandungen. 13 Personen wurden beim Konsum von Alkohol in den Tram- und Stadtbahnlinien erwischt. Vier Personen mussten ermahnt werden, da sie ihre Füße auf dem Sitz platziert hatten.

Die Einsatzbilanz untermauerte auch dieses Mal die Wirksamkeit der Schwerpunktkontrolle. Neben zahlreichen Verstößen im Zusammenhang mit der Nutzung der Straßenbahnen, gab es Delikte nach dem Betäubungsmittelgesetz, Verstöße gegen ausländerrechtliche Bestimmungen, Betrugsdelikte in Form von gefälschten Fahrkarten, sowie Körperverletzungen und Widerstandshandlungen gegenüber den Vollstreckungsbeamten.

Überraschend war erneut die durchgehend hohe Quote von Fahrgästen, die im Besitz von Rauschgift waren. Die Polizei stellte gestern Nacht neun Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz fest. Darunter auch ein Fall, bei dem die gefundene Menge deutlich über dem Eigenkonsum lag.

Aufgedeckt wurden des Weiteren zwei ausländerrechtliche Verstöße. Bei einer festgenommenen Person konnte erst nach umfangreichen Recherchen über ausländische Behörden und mittels eines Dolmetschers festgestellt werden, dass sie sich schon längere Zeit illegal im Bundesgebiet aufgehalten hatte. In einem anderen Fall wurde bei einem Asylbewerber unplausibel viel Bargeld aufgefunden. Diesbezüglich sind ebenso Ermittlungen im Gange, wie bei einem Festgenommenen, der fremde Ausweise mitführte. Angeblich hatte er diese gefunden.

Wieder Aggression gegenüber den Einsatzkräften

Leider kam es in den Morgenstunden zu Körperverletzungsdelikten und Widerstandshandlungen gegenüber den Einsatzkräften. Zwei bei den Ermittlungsbehörden bereits bekannte, sehr aggressive Personen traten negativ in Erscheinung.

Um während der Schwerpunktkontrolle eine Beeinträchtigung des Fahrplantaktes zu vermeiden, hatte die Polizei im Innenstadtbereich Standposten eingerichtet, an denen Fahrgäste ohne gültiges Ticket gebeten wurden, die Bahnen zu verlassen, um ihre Personalien aufnehmen zu können.

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