„Spießbürgertum“ – zettzwo Produzentengalerie mit neuer Ausstellung

Wolfgang Kopf, „Wir Deutschen 1“, Fineliner und Marker, 297x210 mm. Foto: zettzwo

Wolfgang Kopf, „Wir Deutschen 1“, Fineliner und Marker, 297x210 mm. Foto: zettzwo

Wieder haben sich die Künstlerinnen und Künstler von zettzwo ein überraschendes Thema gestellt. Hatten die Spießbürger einst die ehrenhafte Aufgabe die Stadt mit Spießen zu verteidigen, so gewinnt wohl heute niemand dieser Titulierung etwas Gutes ab.

Der Definition nach sind Spießer engstirnige Menschen, die geistig träge sind, Fans von Gängigem, denen Veränderungen, vor allem gesellschaftliche und politische, suspekt sind. Im Umkehrschluss sind demnach diejenigen die besseren Menschen, die offen sind, Risiken eingehen und Spaß an Veränderungen haben, die aber auch Altes ablehnen, einfach nur weil es alt ist. Aber wer bestimmt, was spießig ist? Eigentlich jeder. Ist doch das Wort eine rhetorische Waffe mit universeller Kränkungskraft, die eigentlich immer trifft, und die man eigentlich jedem um die Ohren hauen kann. Ganz schnell ist vermeintlich Interessantes vernichtet. Und wann ist eigentlich etwas out, und spießiges wieder cool? Wann sind Nierentisch und Filterkaffee nicht mehr gestrig, sondern retro?

Auch wenn sich jeder einzelne der Künstlerinnen und Künstler in seiner jeweiligen Ausdrucksform und Technik dem Thema nähert, zeigen sich alle Facetten letztendlich in der Ausstellung. Der Betrachter ist gefordert, über das Thema zu reflektieren und selbst Stellung zu beziehen.

Ausstellung vom 13. April bis 2. Juni 2018
zettzwo Produzentengalerie, Zunftstraße 2, Durlach

Öffnungszeiten: freitags 18-20 Uhr, samstags 10-14 Uhr

Vernissage: Freitag, 13. April 2018, 19 Uhr

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