Leserbrief: „Übersteiger“ – Projektvorstellung Turmbergbahn

Leserbriefe

Leserbrief von Armin Seideneder (Durlach) vom 28. August 2017.

Warum in der Bürgerversammlung am 18. Juli 2017 der „Seilbahnprofi“ Arno Schweiger überhaupt auf die ebenfalls von ihm geprüften absurd monströsen Alternativen („Viaduktlösung“ in 7,5 Meter Höhe über Bestandsgelände; Luftseilbahn mit 35 Meter hoher Stütze) Bezug nahm, blieb dessen Geheimnis, da inzwischen offiziell nur noch 3 Alternativen zur Entscheidung anstehen. Vielleicht sollte es ja nur dazu dienen, die von ihm empfohlene Version V3c als die (relativ gesehen) am wenigsten schädliche Lösung hinzustellen.

Deutlich wurde, dass die VBK (Verkehrsbetriebe Karlsruhe) die weitreichendste Lösung einer vollständigen Verlängerung der Turmbergbahn bis zur B3 (V3c) favorisiert.

Herr Schweiger mag Spezialist für Höhenflüge und Gipfelstürme sein, ein Verständnis für die Bedenken und die Berücksichtigung der Anwohner geht ihm jedoch völlig ab. Allen Ernstes erklärt er trocken: „eine ebenerdige Querung der Standseilbahn ist für Fußgänger und Straßenverkehr nicht möglich“. Zwar benennt er bei der Bürgerversammlung, dass die Variante V3c die Aufhebung (und das meint: komplette Sperrung!) der Kreuzung von Posselt- Bergbahn(Süd)- und Turmbergstraße zu Turmberg-, Kastell-, Bergbahnstraße (Nord), Am Burgweg und Wolfweg jedenfalls für Kfz bedeutet und mutmaßt (offensichtlich aber nur dem inzwischen hör- und spürbaren Unmut der Anwohner geschuldet), dass es vielleicht eine Lösung für Fußgänger und Fahradfahrer geben könnte (vermutlich aber wird dieses „Querungsverbot“ letztlich auch für Fußgänger und Radfahrer gelten und zwar im gesamten Verlauf der Bergbahnstraße von der B3 bis zur jetzigen Talstation). So wird die verlängerte Turmbergbahn zur Schneise (ich mag nicht schreiben „der Verwüstung“), einem Riegel mitten in der Bergbahnstraße, die Bergbahnstraße Nord strikt von Bergbahnstraße Süd trennt.

Faktisch bedeutet das, dass die Bergbahnstraße Nord ((und das mit einem Abbieger aus der B3 von Richtung Weingarten kommend, einmal auf die Bergbahnstraße Nord und dann noch auf die Bergbahnstraße Süd) - die Verkehrsplaner werden sich freuen ...) von der Bergbahnstraße Süd vollständig separiert wird ... eine Zäsur gleichermaßen, die die (zur B3 verlängerte) Bergbahn bewirkt. Nur über die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung wären dann nämlich obere Turmbergstraße, Kastellstraße, Am Burgweg und Wolfweg überhaupt noch erreichbar. Parken kann da dann niemand mehr, erst recht nicht mögliche Nutzer der Turmbergbahn ... (und das sind, wie man an den Wochenenden beobachten kann, sehr viele).

Allein die B3-Einmündung der (dann 2 parallel befahrenen Bergbahnstraßen) droht zu einer vermutlich höchst komplizierten Ampel-Orgie auszuarten.

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