Beim exklusiven Rundgang führte Tour-Leiter Adolf (Adi) Gronen, Beschicker von „Just Fruit & fresh“ in gewohnt humorvoller Manier über die Mess'. Mit den Worten „Ich mach das seit über 60 Jahren und es macht nach wie vor Spaß“ startete der Vollblut-Schausteller die Tour.
Nach einer schaurigen Fahrt in der Geisterbahn konnten sich die Gäste im Riesenrad erstmal einen Überblick verschaffen. Einige erkannten das Fahrgeschäft auch gleich, denn es stand bis Ende Mai zusammen mit seinem „Zwilling“ im Rahmen des Fahrradgeburtstags vor dem Karlsruher Schloss.
Während des anschließenden „Tankstopps“ bei Dieter Seyfert wurden die Augen der Teilnehmer immer größer: In 52 Metern Höhe vollführte Isabell Traber akrobatische Kunststücke mit einem Handstand auf der Mastspitze. Bei der Wildwasserbahn „Poseidon“ ging es dann hinter die Kulissen. 13 Transporter, viele Helfer und 250 m³ Wasser sind notwendig, damit man das nasse Vergnügung, das vollautomatisch läuft und sich dabei selbst überprüft, genießen kann.
Am Süßigkeitenstand „Süsser Basar“ zeigte Harald Brückel den Gästen, wie man gebrannte Mandeln richtig herstellt. „Wenig Zucker, sonst werden die Mandeln steinhart“, verriet Brückel, als er die frischen und sehr heißen Mandeln zum Probieren verteilte. Beim einstimmigen „Hmmmmm“, das dann nur noch zu hören war, lachte der Wormser Schausteller zufrieden.
Nächste Station war bei allen Teilnehmern „Number 1“. Christian aus Durlach brachte es auf den Punkt: „Autoscooter ist ein Muss, bei jedem Messebesuch“. Standbetreiberin Ariane Haas, ein Urgestein unter den Schaustellern, erklärte den neugierigen Rundgängern an einem auf die Seite gekippten Fahrzeug dessen Funktionsweise. Anschließend betätigte sie persönlich das Startsignal und alle „boxten“ sich bei Musik, Lichteffekten und Rauch aus der Nebelmaschine durch die Menge.
So viel Aktion macht hungrig und so kam die nächste Station bei „Gebert's Pizza-Bäckerei“ den Gästen grade recht. Patrick Neigert, der als einer der jüngsten Beschicker den Stand vor 3 Jahren übernommen hat, erklärte der Gruppe wie Pizza schnell und doch gut hergestellt wird. Qualität steht bei dem 27-Jährigen ganz oben auf der Liste. „Ich esse immer die erste und die letzte Pizza am Tag“, so Neigert. Als waschechtes Schaustellerkind hat er sich dem anstrengenden, aber faszinierenden Imbissleben verschrieben und er nimmt seine Sache ernst, auch bei der Wahl seiner Mitarbeiter. „Unseren Pizzaofen richtig zu bedienen und zu beherrschen, braucht es mindestens ein Jahr“.
Tour-Leiter Adolf Gronen, den eigentlich alle nur „Adi“ nennen, präsentierte stolz seinen neuen Stand „Just Fruits & fresh“. Fast futuristisch zeigt sich die Investition, die nun größer und transparenter ist. Mit mehr Sorten im Angebot macht „Adi“ mit seinem Team rund 40 % mehr Umsatz. „Wir kommen vor allem wegen der Schokospieße auf die Mess' und nehmen jedes mal eine Tüte Schokofrüchte mit heim“, gestand Tanja aus Durlach und freute sich schon über die neuen Sorten. Die wurden dann auch als Nachtisch zur letzten Station mitgenommen, dem Thüringer Häusle. Benjamin Lindig begrüßte die Gäste herzlich und nahm eine Gruppe mit hinter die Kulissen. „Im Gegensatz zu den meisten anderen Beschickern reisen wir nicht weiter als Bühl“, erklärte der Karlsruher. „Wir verwenden ausschließlich regionale Produkte“, so kommt die „Lange“, Rindswurst und Merquez von einem Metzger aus Pfinztal-Berghausen. Und stolz verkündete er, dass das Thüringer Häusle dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum feiert.
Nach gut 2 Stunden endete der Rundgang und alle Teilnehmer waren sich einig, mit den neu erworbenen Kenntnissen bis zum 12. Juni 2017 auf jeden Fall noch mal vorbeizuschauen.
















