Rinder und Kaninchen vor Erregern schützen

Rinder und Kaninchen vor Erregern schützen. Foto: cg

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Veterinäramt empfiehlt Impfung gegen Blauzungenkrankheit und Chinaseuche.

Die Blauzungenkrankheit hat sich im vergangenen Jahr in Frankreich massiv ausgebreitet, und die Ausbreitung auf das deutsche Bundesgebiet wird mittelfristig immer wahrscheinlicher. Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin weist auf die anhaltende Notwendigkeit hin, Rinder und kleine Wiederkäuer durch eine Impfung gegen das Blauzungenvirus vor der Erkrankung zu schützen.

Wie die Veterinäre des Ordnungs- und Bürgeramts (OA) mitteilen, lasse sich Blauzungenkrankheit durch die aktive Immunisierung empfänglicher Wiederkäuer mit hoher Sicherheit verhindern. Insbesondere Tierhaltern hochgradig empfänglicher Spezies, das heißt kleiner Wiederkäuer, empfehlen die OA-Veterinäre aus Gründen des Tierwohls dringend die Impfung. Nach Vorbestellung durch den Tierhalter und Anmeldung beim Tierarzt zahlt die Tierseuchenkasse einen geringen Zuschuss pro Impfvorgang. Weitere Informationen gibt es im Internet über die Website der Tierseuchenkasse (s. Links).

„Chinaseuche“ bei Kaninchen

Weiter stellten Experten im Stadtgebiet Karlsruhe im vergangenen Jahr eine neue Form des Erregers der „Chinaseuche“ (Hämorrhagische Krankheit der Kaninchen, RHD-2) bei einem Wildkaninchen fest. Wie das dem OA angegliederte städtische Veterinäramt weiter mitteilt, handelt es sich dabei um eine aggressivere Form des bereits bekannten RHD-Virus. Die Krankheit kann über direkten Kontakt der Tiere, aber auch indirekt über Gegenstände und Futtermittel oder über Insekten übertragen werden. Da es derzeit keine Heilmöglichkeit gibt, empfiehlt das Veterinäramt Kaninchenbesitzern, ihre Tiere impfen zu lassen. Bevor ein wirksamer Impfschutz entsteht, sind Mehrfachimpfungen erforderlich.

Impfstoffe speziell gegen RHD-2 können praktische Tierärzte mit einer Ausnahmegenehmigung im Ausland bestellen und anwenden. Zudem erhielt ein neuer Impfstoff gegen RHD-2 kürzlich eine europaweite Zulassung. Bei der Wahl des Impfstoffes sollte der Tierbesitzer sich unbedingt von seinem Haustierarzt beraten lassen.

Ein vollständiger Schutz der geimpften Tiere sowie eine Vermeidung der Virusausscheidung sind aber auch bei Anwendung der von der ständigen Impfkommission empfohlenen Impfschemata nicht hundertprozentig zu garantieren. Auch geimpfte Tiere können erkranken, haben aber eine höhere Chance, die Erkrankung zu überleben. Selbstverständlich dürfe laut Veterinäramt „auch die Impfung gegen klassische RHD und Myxomatose nicht aus den Augen verloren werden“.

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