Wünschewagen-Team auch in Karlsruhe aktiv

Im freundlichen Gewand: So präsentiert sich der für das Projekt gestaltete Krankentransportwagen. Foto: ASB Region Karlsruhe

Im freundlichen Gewand: So präsentiert sich der für das Projekt gestaltete Krankentransportwagen. Foto: ASB Region Karlsruhe

ASB erfüllt Sterbenden Lebenswünsche und sucht Zeitspender und Sponsoren.

Der Krankentransportwagen, den der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) eigens für Fahrten sterbens-kranker Menschen gestaltet hat, steht auch für Karlsruhe bereit. Zu einem ersten Einsatz kam es hier Mitte November 2016. Ein Krebspatient hatte sich an das „Wünschewagen“-Team gewandt und konnte begleitet von drei ehrenamtlichen Helfern des ASB einen Ort aufsuchen, der ohne spezielle Hilfe für ihn unerreichbar geblieben wäre. In seinem Fall war es das traditionsreiche Generallandesarchiv an der Nördlichen Hildapromenade, wo auch ein Experte des Landesarchivs Baden-Württemberg den Mann zum Fachsimpeln empfing.

Joachim Schmid, Geschäftsführer des ASB Region Karlsruhe, wirbt für das Projekt mit einer Frage: „Wie lange schieben wir selbst immer wieder einen persönlichen Traum auf die lange Bank? Eine Krankheit kann plötzlich alles verändern.“ Mit einer kostenfreien Fahrt wolle man Menschen, die keine lange Zeit mehr zu leben hätten, einen letzten großen Traum erfüllen – ein Konzert der Lieblingsband erleben, den verehrten Fußballclub spielen sehen oder noch einmal das Meer sehen, spüren und riechen. „Solche Wünsche“, so Schmid weiter, „lassen wir mit unserer Hilfe wahr werden.“

Auf Spenden angewiesen

Ausgesuchte Botschafter sollen die Idee, die auf Spenden von Privatleuten und Unternehmern angewiesen ist, stärker bekannt machen. Joachim Schmid formuliert es so: „Um den Wünschewagen immer wieder ins Rollen zu bringen und in Zukunft vielen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, würde es uns sehr freuen, wenn Sie eine Spende für dieses besondere Vorhaben in Ihre Überlegungen einbeziehen.“ Die ASB-Kollegin Tina Volz in Mannheim leitet das Projekt für die Region, zu der Karlsruhe zählt. „Der Wunsch“, erklärt sie, „muss kein ausgefallener sein. Es zeigt sich, dass schon die Kraft fehlen kann, nur um bei der Hochzeit des Kindes dabei zu sein oder einen Verwandten in der Ferne zu besuchen.“

Als Begleiter schult der ASB Freiwillige, die ehrenamtlich ihre Zeit spenden und idealerweise fachliche Vorkenntnisse haben: im Rettungsdienst, bei der Feuerwehr, in der Kranken- oder Altenpflege oder als Arzt oder Ärztin. Wer an der freiwilligen Arbeit interessiert ist oder helfen möchte, weitere Unterstützer zu gewinnen, kann sich unter Tel. 0621 / 7270744 oder per Mail an wuenschewagen(at)asb-ka.de an das Projekt-Team in Mannheim wenden.

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