Eine lebenswerte Stadt ist durch Orte der Begegnung, Möglichkeiten der Teilhabe, bürgerschaftliches Engagement und ein solidarisches Miteinander geprägt. Um sich jedoch in einem Stadtteil, einem Quartier, einer Nachbarschaft heimisch zu fühlen, benötigen Menschen – in unterschiedlicher Intensität – soziale Netzwerke. Miteinander vernetzt zu sein, ist allerdings längst kein Selbstläufer mehr. Soziale und kulturelle Unterschiede sowie die zunehmend geforderte Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt erschweren die Entstehung nachbarschaftlicher Netzwerke.
Hier setzt die Ausbildung zur Bürgermentorin oder zum Bürgermentoren mit dem Schwerpunkt „Projektarbeit für Nachbarschaftsinitiativen, Quartierstreffpunkte und Bürgerzentren" an, die im Januar 2017 beginnt. In dem vom Büro für Mitwirkung und Engagement des Amts für Stadtentwicklung geplanten Kurs können engagierte Bürgerinnen und Bürgern Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben, um ehrenamtlich Projekte zu initiieren und so zur Vernetzung in der Nachbarschaft, im Bürgerzentrum des Stadtteils oder an einem anderen Begegnungsort beizutragen.
Im Rahmen der praxisnahen Ausbildung können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kenntnisse in Projektmanagement, in der Finanzierung von Projekten, im Aufbau von Netzwerken und in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit erwerben. Ebenso sind „soft skills“ wie Kommunikation, Motivation, Umgang mit Konflikten und Gesprächsführung Inhalte des Kurses, in dessen Verlauf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine eigene Projektidee entwickeln und planen können. Der kostenfreie Kurs ist auf 14 Teilnehmende begrenzt und beinhaltet fünf Kursabende und drei Kurstage.
Für diejenigen, die sich für die Ausbildung interessieren, veranstaltet das Büro für Mitwirkung und Engagement am Donnerstag, 17. November 2016, von 18 bis 19.30 Uhr einen Informationsabend im Ständehaussaal in der Ständehausstraße 2. Dort erfahren die Besucherinnen und Besucher Näheres über die Kurstermine und -inhalte.
Das Mentorat für Bürgerengagement ist ein Angebot des Landes Baden-Württemberg, um engagierte Bürgerinnen und Bürger bei der Förderung lokalen bürgerschaftlichen Engagements zu unterstützen.













