Schulwettbewerb „Verschieden glauben – zusammengehören“

Pestalozzischule Durlach beim Schulfest zum 100-jährigen Jubliäum (2015). Foto: cg

Pestalozzischule Durlach beim Schulfest zum 100-jährigen Jubliäum (2015). Foto: cg

Die Pestalozzischule Durlach belegt gemeinsam mit sieben weiteren Schulen den dritten Platz beim Schulwettbewerb des Kultusministeriums Baden-Württemberg.

Die Grundschule Hoheneck Ludwigsburg hat den ersten Preis beim Wettbewerb „Verschieden glauben – zusammengehören“ gewonnen. Ihr eingereichter Beitrag, das Musical „Am Anfang war … und was glaubst Du?“, überzeugte die Jury in allen Wettbewerbskriterien. Der zweite Preis geht an das Hilda-Gymnasium Pforzheim für das Projekt „Ein Bus – vier Religionen“. Beide Schulen haben jeweils eine Reise für die am Projekt beteiligten Klassen gewonnen. Bei der Preisverleihung in der Gottlieb-Daimler-Schule 2 in Sindelfingen überreichte Kultusminister Andreas Stoch am 4. März 2016 den Preisträgerinnen und Preisträgern der zehn besten eingereichten Arbeiten ihre Preise. Die acht Gewinner des dritten Platzes – darunter auch die Durlacher Pestalozzischule – erhielten je 1.000 Euro für die Klassenkasse.

„Wenn wir uns offen, respektvoll und im Bewusstsein, dass wir zusammengehören, begegnen, ist Vielfalt ein Gewinn für unsere Gemeinschaft. Ich bin beeindruckt, wie viele Schülerinnen und Schüler im Land sich differenziert und tiefgehend mit der religiösen und weltanschaulichen Vielfalt in unserem Land auseinandersetzen“, sagt Kultusminister Stoch anlässlich der Preisverleihung.

Mit dem Wettbewerb „Verschieden glauben – zusammengehören“ hatte das Kultusministerium gemeinsam mit den christlichen Kirchen und den anerkannten Religionsgemeinschaften, die in den baden-württembergischen Schulen Religionsunterricht erteilen, im vergangenen Jahr alle Schulen im Land aufgerufen, sich mit Fragen des interreligiösen Dialogs und der weltanschaulichen Toleranz auseinanderzusetzen. „Was hält unsere Gesellschaft zusammen?“, „Wie begegnen wir Menschen mit einem anderen Glauben?“ oder „Was und wie können wir voneinander lernen?“ – mit diesen und weiteren Fragen haben sich die Schulen in vielfältigen Projekten beschäftigt.

„Die Wettbewerbsbeiträge zeigen Wege auf, wie man Menschen, die unterschiedlichen Religionen angehören, begegnen kann. Dabei sind für die Schülerinnen und Schüler nicht so sehr die Unterschiede wichtig, sondern die Gemeinsamkeiten, die es zwischen religiösen Menschen gibt. Religionen verfügen über verbindende Kräfte. Das ist die Hauptaussage vieler Projekte“, so Prof. Dr. Herbert Rommel, Religionspädagoge an der Pädagogischen Hochschule Weingarten. Rommel stand dem Kultusministerium sowie der Wettbewerbsjury beratend zur Seite und gab auf der Preisverleihung einen Impuls über „Zusammengehören – ein wichtiges Thema in der Religionspädagogik und im schulischem Alltag“.

Eine Jury aus Mitgliedern der Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie des Kultusministeriums hat aus 40 eingesendeten Wettbewerbsbeiträgen die besten zehn ermittelt. Ausschlaggebend für die Jury war etwa, inwiefern das Projekt eine friedliche Begegnung zwischen Menschen verschiedener Religionen befördert oder ob es dazu beitragen kann, verbreitete Vorurteile gegen religiöses Denken und Handeln aufzudecken und zu korrigieren. Maßgeblich war auch, ob die Schülerinnen und Schüler bei der Gestaltung und Umsetzung der Projekte wichtige Gemeinschaftserfahrungen machen konnten.

Der Wettbewerb wird durch die Robert Bosch Stiftung finanziell unterstützt.

Interreligiöses Schattenspiel und „Imagine“-Chor

Das Projekt der Pestalozzischule Durlach (3. Platz) besteht aus zwei Teilen: einem Schattenspiel und einer Liedpräsentation. Im Schattenspiel wird die Intention sichtbar, dass die monotheistischen Religionen untereinander Freundschaft schließen und Frieden stiften können. Der zweite Teil, eine Interpretation des Songs „Imagine“ von John Lennon, transportiert eine interkulturelle Friedensbotschaft.

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