Vorbereitungsklassen für Sekundarstufe II

Ein flexibler Übergang in andere Schulen nach spätestens einem Jahr ist das Ziel. Foto: cg

Ein flexibler Übergang in andere Schulen nach spätestens einem Jahr ist das Ziel. Foto: cg

Schulausschuss begrüßt Kooperationsmodell für aus dem Ausland zugezogene Kinder

Um die schulische Integration für aus dem Ausland zugezogene Kinder und Jugendliche auch in der Sekundarstufe II zu ermöglichen, sollen an einem Gymnasium Vorbereitungsklassen eingerichtet werden. Der Schulbeirat, der am Mittwoch, 15. Juni, unter Vorsitz von Bürgermeister Martin Lenz tagte, begrüßte die von Diana Grust, Schulleiterin der Schillerschule, und Dr. Andreas Ramin, Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, vorgestellte Kooperation, die für Karlsruhe die Vorreiterrolle übernehmen wird.

Die Umsetzung soll mit einem Modell einer „Außenklasse“ starten, bei der die Federführung bei der Schillerschule liegt. In Absprache mit dem Otto-Hahn-Gymnasium werden dann die konkreten Maßnahmen für das sogenannte Team-Teaching mit Lehrkräften beider Schulen abgesprochen. Ziel dabei ist es, einen flexiblen Übergang in andere Schulen nach spätestens einem Jahr zu ermöglichen. Die Gesamtlehrerkonferenz des Otto-Hahn-Gymnasiums hat bereits einstimmig die Einrichtung einer Vorbereitungsklasse beschlossen. Gespräche für die Einführung von Vorbereitungsklassen an Realschulen laufen derzeit ebenfalls.

Zukunftschancen von Hauptschulabgängern

Besorgt zeigten sich die Mitglieder des Schulausschusses über eine zunehmende Zahl nicht bestandener Hauptschulabschlussprüfungen. Allein im Schuljahr 2014/15 schafften 23 Schülerinnen und Schüler den Abschluss nicht. Weiter wurde beklagt, dass keine Daten darüber vorliegen, ob die beim Abgang von der Haupt-/Werkrealschule gemachten Angaben der Schülerinnen und Schüler zum weiteren Ausbildungsweg auch realisierbar waren.

Um aussagekräftige Angaben zu den Zukunftschancen von Hauptschulabgängerinnen und -abgängern zu erhalten, müsste die staatliche Kultusverwaltung ein umfassendes Begleitsystem installieren, das den weiteren schulischen Weg der Schülerinnen und Schüler dokumentiert. Im Rahmen des Modellversuchs „Übergang Schule-Beruf in Baden-Württemberg“, an dem sich auch die Stadt Karlsruhe beteiligt, wurde bereits ein regionales Übergangsmanagement eingerichtet. Ein Aufgabenfeld betrifft dabei das Monitoring im Bereich des Übergangs von der Schule in den Beruf beziehungsweise in die Ausbildung. Aktuell erarbeitet die Verwaltung eine entsprechende Konzeption, die dann im Schulbeirat vorgestellt wird.

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