„Was uns berichtet wurde ist alarmierend. Seit einiger Zeit sind gezielte Beutezüge vor allem osteuropäischer Banden mit hoher Gewaltbereitschaft zu verzeichnen“, berichtet der Fraktionsvorsitzende Tilman Pfannkuch nach dem Gespräch. „Es kann nicht angehen, dass den Händlerinnen und Händlern durch solche immer häufigeren Tatmuster ein beträchtlicher und unersetzlicher Schaden entsteht“, so Tilman Pfannkuch weiter.
„Wir nehmen die Ängste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Sorgen der Einzelhändler ernst. Denn hier geht es um Arbeitsplätze und Existenzen und nicht nur um ein Sicherheitsgefühl“, erklärt Landtagsabgeordnete Katrin Schütz, selbst langjährige Geschäftsführerin im Einzelhandel. Bei dem Gespräch sei „erschreckend beeindruckend“ geschildert worden, dass die Täter selten Angst vor strafrechtlichen Konsequenzen hätten und selbst Kameraüberwachung keine wirksame Abschreckung böte. Securities seien nach Erfahrungen der Händler wirksamer, aber nicht dauerhaft finanzierbar. Die Landtagsabgeordnete und Stadträtin Bettina Meier-Augenstein ergänzt: „Wenn sporttaschenweise Drogerieartikel, Alkohol, Zigaretten oder Kleidung gestohlen und als Hehlerware weiterverkauft werden, ist die Bagatellgrenze weit überschritten. Nur mit einer konsequenten Strafverfolgung können wir dem Problem Herr werden.“
Beide sind sich einig, dass dazu die Mittel und das Personal der Polizei und der Strafverfolgungsbehörden an den Aufgaben ausgerichtet werden müssten. „Unser Ziel muss eigentlich sein, bereits durch sichtbare Präsenz von Ordnungskräften eine abschreckende Wirkung zu erreichen“, verdeutlicht Bettina Meier-Augenstein.